NewsPolitikTelematik­infrastruktur: Erster Test erfolgreich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Telematik­infrastruktur: Erster Test erfolgreich

Mittwoch, 21. Januar 2015

Berlin – Die für den Aufbau der Telematikinfrastruktur (TI) verantwortliche Betriebs­gesellschaft Gematik vermeldet weitere Fortschritte: In einem ersten Test („Durch­stichtest“), den die beauftragten Industriepartner zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse im Dezember durchgeführt haben, konnte nachgewiesen werden, dass die TI im Zusammenspiel mit allen Komponenten für den Versicherten­stammdaten­abgleich funktioniert. In dem Test wurde der Versichertenstammdatensatz online überprüft und erfolgreich aktualisiert.

Damit sei ein wichtiger Schritt getan, um die Telematikinfrastruktur im kommenden Herbst im Echtbetrieb erproben zu können, teilte die Gesellschaft mit. Ebenfalls im Dezember sei die erste Produktivzulassung (CVC-Root) erfolgt. Damit ist die Grundlage für eine spä­tere Personalisierung der Karten (elektronische Gesundheitskarte, Heilberufs­ausweise, Instituts- und Gerätekarten) gelegt.

Voraussichtlich im Herbst 2015 kann somit die Erprobung des Versichertenstamm­daten­managements bei allen Teilnehmern beginnen. Diese findet  in den zwei Testre­gionen Nordwest (Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) und Südost (Sachsen und Bayern) mit insgesamt 1.000 Arzt- und Zahnarztpraxen und 10 Kranken­häuser statt. Anschließend sollen die qualifizierte elektronischen Signatur (QES) und die sichere Arzt-zu-Arzt-Kommunikation erprobt werden.

Anzeige

Nach erfolgreichem Abschluss der Tests und parallel durchgeführter wissenschaftlicher Evaluation durch die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg steht das Netz der TI für den bundesweiten Anschluss aller Praxen und Krankenhäuser bereit.

Die gematik-Gesellschafter haben in der 48. Gesellschafterversammlung im November zudem das Vorhaben „Notfalldatenmanagement-Sprint“ beschlossen, in dem bereits Prozesse aus der späteren Projektphase des Notfalldatenmanagements evaluiert werden. Hierbei soll ohne Anbindung an die TI untersucht werden, ob das Einwilli­gungsverfahren des Versicherten in die freiwillige Anwendung und das erstmalige Anlegen eines Notfalldatensatzes alltagstauglich sind und durch die Praxissysteme ausreichend unterstützt werden.

Zwischenzeitlich wurde außerdem bekannt, dass der Verwaltungsrat des GKV-Spitzen­verbandes die zum Jahresende 2014 erlassene Haushaltssperre für die Gematik in einer Sondersitzung wieder aufgehoben hat. Grund ist der Referentenentwurf für das geplante E-Health-Gesetz, mit dem die Bundesregierung das Telematikprojekt vorantreiben will. © KBr/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER