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Bereits vor dem dritten Lebensjahr zum Zahnarzt

Freitag, 23. Januar 2015

Jena – Je früher Kinder das erste Mal zum Zahnarzt gehen, desto geringer ist der Kariesbefall der Milchzähne. Dies ist das Ergebnis eines mehrjährigen Präventions­programms, das Zahnmediziner der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinder­zahnheilkunde am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und der Erstbesuchsdienst der Stadt Jena durchgeführt haben. Demnach zeigten die Zähne von teilnehmenden Kindern deutlich weniger Kariesbefall als die der Nichtteilnehmer.

„Die Ergebnisse des Präventionsprogrammes sprechen für sich. Wir haben gezeigt, dass eine frühzeitige Aufklärung und Sensibilisierung der Eltern für eine optimale Pflege der Milchzähne und für den Zahnarztbesuch im ersten Lebensjahr der Kinder sorgen kann“, erklärte Roswitha Heinrich-Weltzien, kommissarische Leiterin der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am UKJ.

20 Prozent der unter Drei-Jährigen haben Karies
Vielen Eltern sei nicht bewusst, dass Kleinkinder bereits vor ihrem dritten Lebensjahr das erste Mal zum Zahnarzt gehen sollten. Denn bereits bis zu 20 Prozent der unter Drei­jährigen hätten Karies. Im schlimmsten Fall könne dadurch in kurzer Zeit das gesamte Gebiss zerstört werden. Um die frühkindlichen Karies vorzubeugen, wurde 2009 das Präventionsprogramm initiiert.

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Neben den kurzfristigen Erfolgen des Präventionsprogramms interessieren die Jenaer Zahnärzte nun vor allem auch dessen Langzeitauswirkungen. Deshalb sollen 2016 alle teilnehmenden und auch die nichtteilnehmenden Familien erneut zu einer zahnärztlichen Untersuchung der Kinder in die Poliklinik eingeladen.

„Mit dieser erneuten Untersuchung der Kinder können wir dann erkennen, welchen Einfluss die frühzeitigen präventiven Maßnahmen auf die Kariesentwicklung beim Wechselgebiss besitzen“, verwies Yvonne Wagner, Projektleiterin und Zahnärztin der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am UKJ. © hil/aerzteblatt.de

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