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Ärzteschaft

Kammern wehren sich gegen Klinikschließungen

Montag, 26. Januar 2015

Münster/Düsseldorf – Gegen Klinikschließungen wollen sich die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen bei der Diskussion um die geplante Krankenhausreform einsetzen. „Die Gesundheitspolitiker in Deutschland leben nach wie vor in der Vorstellung, dass Krankenhäuser reihenweise abgebaut werden müssen. Dieser Sicht müssen wir im Sinne einer guten stationären Patientenversorgung laut widersprechen“, sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, auf der Kammerversammlung in Münster am vergangenen Wochenende.

Er betonte, die Kammern müssten und würden sich bei der Krankenhausreform einmischen. Dazu haben die beiden Ärztekammern in NRW laut Windhorst eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich an der Diskussion um die Eckpunkte der Bund-Länder-Kommission zur Krankenhausreform 2015 beteiligen werde.

Der westfälische Ärztepräsident warnte in diesem Zusammenhang vor einem Gegeneinander von ambulanter und stationärer Versorgung. Die Probleme der zukünftigen Patientenversorgung ließen sich nur in einem sinnvollen Miteinander aller Versorgungssektoren bewältigen. ‚Ambulant vor stationär’ bleibe dabei eine sinnvolle Grundregel. „Was wir brauchen, ist eine strategische und sektorenübergreifende Planung, die ambulant und stationär zusammenbringt“, so Windhorst.

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Er kritisierte die in den Eckpunkten vorgesehene geplante Aufwertung des Gemein­samen Bundes­aus­schusses, „also jenes Gremiums, das nicht eben für seine flinke Arbeitsweise berühmt ist“, so Windhorst. Wenig ausgegoren sei auch die geplante Aufwertung des Medizinischen Dienstes der Kran­ken­ver­siche­rung (MDK), der mit unangemeldeten Kontrollen über die Einhaltung von Qualitätsvorgaben wachen solle.

Bei aller Kritik dürfe aber nicht übersehen werden, dass die Eckpunkte auch gute Ansätze enthielten. So sei die Festlegung von Mindestpersonalstandards zu begrüßen. „Wo sie zu Verbesserungen führen, ist zu hoffen, dass die neuen Kollegen  nicht gleich wieder durch Dokumentationsaufgaben von der Patientenversorgung ferngehalten werden“, sagte Windhorst auf der Kammerversammlung. © hil/aerzteblatt.de

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