NewsPolitikSki-Gymnastik reduziert Verletzungsrisiko
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Ski-Gymnastik reduziert Verletzungsrisiko

Dienstag, 27. Januar 2015

dpa

Berlin – Zu Beginn der bevorstehenden Skihochsaison hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) auf das Verletzungsrisiko dieser Sportart hingewiesen. „Wir raten den Skisportlern, sich im Vorfeld durch Skigymnastik intensiv auf den Skiurlaub vorzubereiten und damit das Risiko, vor allem für Knieverletzungen, zu reduzieren“, sagt Reinhard Hoffmann, stellvertretender Generalsekretär der DGOU.

In der vergangenen Skisaison 2013/2014 verletzten sich laut der Auswertungsstelle für Skiunfälle etwa 41.000 bis 43.000 Deutsche beim Skifahren. Mit 34,7 Prozent standen Knieverletzungen an erster Stelle. Gefolgt wurden sie von Verletzungen an Schulter (18,7 Prozent), Rumpf (10,4 Prozent), Hüfte und Oberschenkel (6,7 Prozent) sowie am Kopf (6,6 Prozent).

Anzeige

Die häufigste schwere Knieverletzung im alpinen Skisport ist laut der Fachgesellschaft die Ruptur des vorderen Kreuzbandes. Weibliche Skifahrer verletzten sich am Knie häufiger als Männer – der Anteil bei Frauen betrug 44,4 Prozent, bei Männern 28,2 Prozent. Ursache sei eine im Vergleich zum Mann geringere Muskelkraft in der Ober­schen­kel­muskulatur und eine insgesamt schwächere Bandfestigkeit. „Genau diese Schwäche lässt sich aber mit dem nötigen Muskeltraining der Beinstreck- und Beinbeugemuskulatur reduzieren.

Ein Skitraining sollten aber nicht nur Frauen, sondern alle absolvieren, die im Alltag viel sitzen und wenig Zeit für Sport haben“, betonte Michael Nerlich, Präsident der DGOU und Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg.

Die Fachgesellschaft begrüßte, dass Verletzungen am Kopf in den letzten Jahren zurückgegangen seien, was wahrscheinlich an der zunehmenden Zahl helmtragender Skifahrer liege – der Deutsche Skiverband geht davon aus, dass mittlerweile rund 85 Prozent der Skifahrer einen Helm tragen. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. September 2020
Sogndal/Oslo – Beta-2-Agonisten können die Sprint- und Kraftleistung von Athleten, die nicht an Asthma leiden, steigern. Das berichten norwegische Wissenschaftler im British Journal of Sports Medicine
Asthmamedikament steigert Leistungsfähigkeit von Sportlern
12. August 2020
Heidelberg – Eine neu aufgelegte App soll Patienten mit einer Diagnose von Brust-, Darm- oder Prostatakrebs bei der Nachsorge unterstützen. Dazu hilft sie bei der Organisation von Arztterminen,
App unterstützt Krebspatienten bei Nachsorge und Sport
23. Juli 2020
Bonn – Die Arbeitsgruppe Sporternährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat in einem neuen Positionspapier zusammengefasst, wieviel Protein Sportler benötigen und wie sie es aufnehmen
Sportler brauchen keine Proteinpräparate
22. Juli 2020
Berlin – Profi-Fußballer haben offenbar ein geringeres Risiko, wegen bestimmter psychischer Störungen stationär behandelt werden zu müssen als die Durchschnittsbevölkerung. Das ergabe eine
Profi-Fußballer haben geringeres Risiko für psychische Störungen
11. Juni 2020
Berlin – Nur neun Prozent der von angeborenen Herzfehlern betroffenen Kinder und Jugendlichen treiben täglich eine Stunde Sport. Bei den Herzkindern mit schweren angeborenen Herzfehlern sind es nur
Kompetenznetz: Ärzte beraten herzkranke Kinder „übervorsichtig“
10. Juni 2020
Alberta – Moderates aerobes Training kann bei älteren Erwachsenen bereits nach 6 Monaten die Hirnleistung verbessern. Das berichten Wissenschaftler um Marc Poulin von der Cumming School of Medicine an
Neue Belege für den Nutzen körperlicher Aktivität auf die Hirnleistung
1. April 2020
Frankfurt – Steht der aktive Sport im Mittelpunkt des Berufslebens oder der Ausbildung, sind Schmerzen häufig ein ständiger Begleiter. Dies zeigt eine Studie, die an der Goethe-Universität Frankfurt
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER