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Medizinische Forschung im Interesse der Öffentlichkeit ganz vorn

Donnerstag, 29. Januar 2015

Berlin – Nachholbedarf bei der Kommunikation über neue Forschungsgebiete sieht die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina nach einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung. Zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach erfragten die Wissenschaftler bei einer repräsentativen Stichprobe von Bürgern in Deutschland die Einstellung und den Wissensstand zur Forschung insgesamt und zu innovativen Technologien im speziellen.

Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass ein großes Vertrauen in die Kompetenz und das Verantwortungsgefühl von Wissenschaftlern (67 Prozent) besteht. Gleichzeitig fällt das Interesse an einzelnen Forschungsfeldern sehr unterschiedlich aus. Am höchsten ist das Interesse an Forschungsinhalten, die einen hohen Alltagsbezug aufweisen. Ein Beispiel dafür ist anwendungsbezogene medizinische Forschung. Die synthetische Biologie, die im Fokus der Befragung stand, war den meisten Befragten kaum bekannt. Das größte Interesse und die größte Offenheit äußerten sie, wenn das Thema in einen medizinischen oder wirtschaftlichen Kontext gestellt wurde.

Teil der Erhebung war eine Umfrage unter Wissenschaftlern und über Wissenschafts­themen berichtenden Journalisten. Beide Gruppen mahnten ein stärkeres Engagement von Forschern bei der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an. Die meisten Befragten (86 Prozent) sehen in der Kommunikation ein wichtiges Mittel, Offenheit für die unterschiedlichen Forschungsthemen zu erreichen.

„Die Umfrage zeigt, wie wichtig es ist, bei der Kommunikation die Interessen der Bürger zu berücksichtigen und die konkreten Nutzanwendungen von neuen Forschungsgebieten zu vermitteln. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig eine neutrale Information, die auch Unsicherheiten mit einbezieht, für die Vertrauensbildung ist“, sagt Renate Köcher, Geschäfts­­führerin des Instituts für Demoskopie Allensbach.

© hil/aerzteblatt.de

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