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Ärzteschaft

Arztnetze für die Erprobung des elektronischen Arztbriefes gesucht

Freitag, 30. Januar 2015

Berlin – Bereits im zweiten Quartal 2015 will die KV Telematik GmbH (KVTG) mit einem Feldtest zur Erprobung des elektronischen Arztbriefes (eArztbrief) beginnen. Um hierfür interessierte Ärzte zu gewinnen, kooperiert die Tochtergesellschaft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mit der Agentur deutscher Arztnetze.

„Für dieses Projekt brauchen wir Arztnetze mit einer verlässlichen Kooperationsstruktur von Fach- und Hausärzten und gegebenenfalls Psychotherapeuten“, erläuterte  Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KVTG. „In solchen Strukturen entfaltet der interoperable eArztbrief seine Wirkung im besonderen Maße.“

Für die Studienteilnahme erhalten die Arztnetze eine Aufwandsentschädigung von bis zu 400 Euro je Praxis. „Wir hoffen, dass wir eine vierstellige Anzahl von Ärzten erreichen“, meinte Helena Dreznjak, Sprecherin des Unternehmens. Die Rekrutierung engagierter Ärzte bzw. geeigneter Arztnetze laufe bereits.

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Der Feldtest ist offen für alle Arztnetze. Allerdings sind die Mindestanforderungen für ein teilnehmendes Netz wenigstens 15 Arztpraxen – sowohl Haus- als auch Fachärzte bzw. Psychotherapeuten –, damit genügend elektronischer Austausch für die Testung entsteht.

Darüber hinaus müssen die Softwarehäuser ein entsprechendes Modul für den eArztbrief  in ihren Praxisverwaltungssystemen zur Verfügung stellen und in einem Audit nachweisen, dass sie die Anwendung ordnungsgemäß implementiert haben. Die eArztbriefe werden dabei über den verschlüsselten Kommunikationskanal KV-Connect versandt, der als Infrastruktur das sichere Netz der KVen nutzt. Zu rechnen sei damit, dass erste Softwarehersteller das Audit bereits im Februar absolvieren, sagte Dreznjak. Die Zertifikate für erfolgreich absolvierte Audits sollen in einem Register auf der Website der KVTG veröffentlicht werden.

Eine praxisnahe Evaluation wird die Studie begleiten. Ziel ist es laut KVTG, den eArzt­brief über KV-Connect mit den Partnernetzen so zu optimieren, dass der Einsatz ab dem Jahr 2016 möglichst flächendeckend umgesetzt ist. Dann nämlich soll die finanzielle Förderung aus dem E-Health-Gesetz greifen. Dieses sieht für die Jahre 2016 und 2017 vor, dass die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Einrichtungen für die sichere Übermittlung elektronischer Arztbriefe eine Pauschale von 55 Cent je Brief erhalten. © KBr/aerzteblatt.de

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