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Ärzteschaft

Rezept für Bewegung auch in baden-württem­bergischen Landkreisen

Montag, 2. Februar 2015

Stuttgart – Sogenannte Rezepte für Bewegung können Ärzte künftig in den baden-württembergischen Regionen Biberach, Freiburg, Karlsruhe und Heilbronn verordnen. Eine entsprechende Vereinbarung hat der Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg, Ulrich Clever, mit Vertretern der drei Landessportbünde Baden Süd und Nord sowie Württemberg unterzeichnet.

Das „Rezept für Bewegung“ ist eine bundesweite Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Bundes­ärzte­kammer und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Ärzte geben ihren Patienten damit eine schriftliche Empfehlung für körperliche Aktivität. Die Vereine bieten dafür Sportangebote, die mit einem Qualitäts­siegel „Sport pro Gesundheit“ zertifiziert sind.

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Clever sieht in der Arzt-Patienten-Beziehung den Schlüssel zum Erfolg. „Wenn der Arzt den richtigen Moment findet, einen Anstoß zu einer Veränderung bei den Lebensgewohnheiten zu geben, dann nimmt der Patient diese Anregung mit nach Hause“, sagte er auf der Messe „Medizin“ Ende Januar. Die baden-württembergische Ärzteschaft wolle mit dem „Rezept für Bewegung“ ein Zeichen dafür setzen, dass ihr breit gefächerte Präventionsangebote ein Anliegen sind – unabhängig von einem eventuell zukünftigen Präventionsgesetz.

Klaus Tappeser, Präsident des Württembergischen Landessportbundes (WLSB), sieht die 11.500 Vereine und ihre insgesamt 60.000 Übungsleiter und Trainer gut vorbereitet für die Aufgabe. Die entsprechenden Übungsprogramme für das Herz-Kreislauf-System, das Muskel-Skelett-System sowie Entspannung und Stressbewältigung könnten auch Ungeübte jederzeit beginnen. „Diese Angebote können viele Pillen überflüssig machen“, sagte Tappeser. Entscheidend am „Rezept für Bewegung“ sei, dass es rechtzeitig zur Prävention verordnet werde und nicht erst zur Rehabilitation. © hil/aerzteblatt.de

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