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Ärzteschaft

Praxisassistentin: Regelung für Neu- und Jungpraxen

Montag, 2. Februar 2015

Berlin – Neu zugelassene Hausarztpraxen können bereits in den ersten 18 Monaten nach der Zulassung eine Genehmigung zur Abrechnung der Leistungen einer nichtärztlichen Praxisassistentin erhalten, auch wenn die geforderte Mindestfallzahl nicht vorliegt. Ab dem siebenten Quartal gilt auch für sie die Mindestzahlregelung. Diesen Beschluss hat der Bewertungsausschuss (BA) am 27. Januar 2015 gefasst; er tritt zum 1. April in Kraft.

Bei Neu- und Jungpraxen liegen bis etwa anderthalb Jahre nach der Zulassung in der Regel noch nicht die Behandlungszahlen für vier Quartale vor, die für die Abrechnungs­genehmigung der kürzlich aufgenommenen Gebührenordnungspositionen für die Tätigkeit einer nichtärztlichen Praxisassistentin erforderlich sind. Diese Besonderheit war zunächst vom Bewertungsausschuss nicht berücksichtigt worden. Er hat deshalb für Neu- und Jungpraxen diese Sonderregelung zum Nachweis der Mindestzahlen von Behandlungsfällen beschlossen.

Bereits begonnene Fortbildung
Ein weiterer Beschluss des Bewertungsausschusses betrifft die Genehmigung einer nichtärztlichen Praxisassistentin bei Nachweis der bereits begonnenen Fortbildung. Nach der aktuell gültigen Delegationsvereinbarung (Anlage 8 BMV-Ä) ist die Genehmigung für eine nichtärztliche Praxisassistentin auch zu erteilen, wenn nachgewiesen wird, dass mit der Fortbildung bereits begonnen wurde und zu erwarten ist, dass sie bis zum 30. Juni 2016 abgeschlossen wird. In diesen Fällen war bislang die Genehmigung bis zum vor-aussichtlichen Abschluss der Fortbildung maximal auf ein Jahr zu befristen.

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Der Bewertungsausschuss hat diese Bestimmung rückwirkend zum 1. Januar 2015 neu gefasst. Nunmehr ist die Genehmigung für nichtärztliche Praxisassistentinnen bis zum voraussichtlichen Abschluss der Fortbildung, längstens bis zum 30. Juni 2016, zu befristen. Die Ein-Jahres-Regelung entfällt. © TG/aerzteblatt.de

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