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Politik

Wissenschaftler fordern Umdenken in der medizinischen Forschung

Dienstag, 3. Februar 2015

Berlin – Neue Ansätze, Strukturen und Anreizsysteme in der sogenannten translationalen Forschung fordern Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit weiteren internationalen Zentren in der Zeitschrift Science Translational Medicine (doi 10.1126/scitranslmed.aaa0599).

Translationale Forschung überträgt Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in Verfahren, die dem Patienten unmittelbar zugutekommen, also in konkrete medizinische Anwendungen. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit und Rückkopplung zwischen Grundlagenforschern und Klinikern. Die Wissenschaftler fordern daher, die Teamarbeit und interdisziplinäres Arbeiten zu stärken. Spezialisten unterschiedlicher Disziplinen sollten gemeinsam forschen und frühzeitig Experten aus Industrie, Krankenkassen und Patientenvertreter einbinden.

Noch würden wissenschaftliche Erfolge aber überwiegend als Einzelleistungen belohnt. Die Autoren fordern entsprechend ein Umdenken im Wissenschaftssystem: „Neue akademische Anreize müssen geschaffen werden, um die längerfristigen Vorteile für Teamarbeit aufzuzeigen“, erläutert Hans-Dieter Volk, Direktor des Berlin-Brandenburger Centrums für Regenerative Therapien und Co-Autor der Publikation.

Außerdem brauche es ein Umdenken in den Lebenswissenschaften, um weiterhin viel­versprechende Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in medizinische Therapien zu überführen. Dies erfordere ebenso neue Finanzierungsmöglichkeiten. Öffentlich geför­derte Grundlagenforschung schafft die Basis für Innovationen – oft fehle jedoch gerade eine Brückenfinanzierung von der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung, kritisieren die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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