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Nephrologen gegen jede Form von Organhandel

Dienstag, 3. Februar 2015

Weimar – Angesichts der erneuten Diskussion um das Thema internationaler Organ­handel in den Medien haben die Nephrologen in Deutschland eindeutig Stellung bezo­gen und erläutert, warum Organverkauf keine Option in der Transplantationsmedizin ist. „Organhandel ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern zu Recht auch ein krimineller und strafbarer Akt in Deutschland und in fast allen anderen Ländern der Welt“, betonen die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), der Bundesverband Niere eV und der Verband Deutsche Nierenzentren eV.

Die häufig jungen Spender aus Drittwelt- oder Schwellenländern, die eine Niere für einen relativ geringen Betrag veräußerten, würden über mögliche gesundheitliche Risiken meist im Unklaren gelassen. Eine Nachsorge existiere in der Regel nicht. Wenn Jahre oder Jahrzehnte später ihre verbliebene Niere versage, bedeute das ihr Todesurteil, da die Gesundheitssysteme in den meisten Entwicklungsländern keine Dialysebehandlung anbieten könnten.

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„Weltweit unterstützt die große Mehrheit aller Nierenverbände daher die sogenannte ‚Erklärung von Istanbul‘, die sich eindeutig gegen Organhandel und Organ-Tourismus ausspricht“, erklärte Jürgen Floege, Präsident der DGfN.

Anstatt die Legalisierung des Organhandels zu fordern, sollte überlegt werden, wie man den eklatanten Mangel an Spenderorganen nachhaltig beheben und damit letztlich auch den illegalen Organhandel zerschlagen könne. © hil/aerzteblatt.de

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