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Elektronische Armbänder sollen Erstversorgung bei Katastrophen verbessern

Dienstag, 3. Februar 2015

Anstelle von herkömmlichen Papierkarten versehen Helfer die Verletzten mit farbigen elektronischen Armbändern. © Fraunhofer FIT

Hannover – Die sogenannte Triage – also die erste Sichtung – bei Großunfällen ver­bessern soll ein neues System zur Kennzeichnung, Einteilung und Ortung der Opfer. Anstelle von herkömmlichen Papierkarten versehen Helfer die Verletzten dabei mit farbigen elektronischen Armbändern. Sie dienen zur Ortung der Unfallopfer und übermitteln Vitaldaten. Ein entsprechendes System stellt das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik auf der IT-Messe CeBIT im März in Hannover vor.

Die farbkodierten Plastik-Armbändern sind mit unterschiedlicher Technik ausgestattet, etwa einem GPS-Sensor, einem sogenannten RFID-Chip sowie einer Netzwerk­kom­ponente für die drahtlose Kommunikation mit dem Kommandostand. Unversehrte oder leicht verletzte Personen erhalten lediglich ein Armband mit GPS-Sensor, instabile Opfer und Schwerverletzte werden zudem mit Körper-Sensoren versehen, welche die Vitaldaten an die Leitstelle senden.

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Die Armbänder fungieren gleichzeitig als Netzwerkknoten. Selbst wenn im Katastrophen­gebiet die Mobilfunknetze ausfallen, bleibt das System einsatzfähig. Die Ersthelfer tragen am Gürtel sogenannte Triage-Relays, die als Zwischenspeicher, Datenbackup und -sender dienen. „Die Daten werden auf Großbildschirmen in den Einsatzleitstellen oder auch auf mobil eingesetzten Tablets und Smartphones visualisiert“, erläutert René Reiners vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik.

Ersthelfer und Einsatzleiter erhielten so ein genaues Bild der aktuellen Lage vor Ort. Zum Beispiel könnten sie sofort erkennen, wo sich die meisten Schwerverletzten befinden und umgehend entsprechende Rettungsmaßnahmen koordinieren. © hil/aerzteblatt.de

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