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Ärzteschaft

Marburger Bund kritisiert Arbeitgeberangebot als „völlig inakzeptabel“

Mittwoch, 4. Februar 2015

Düsseldorf – Als „völlig inakzeptabel“ hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund das Arbeitgeberangebot von vier Prozent mehr Lohn für die Ärzte an kommunalen Kliniken zurückgewiesen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) lasse „in keiner Weise erkennen, dass sie sich ernsthaft mit der Arbeitswirklichkeit der Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken auseinandergesetzt hat“, kritisierte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Rolf Lübke, am Mittwoch in Düsseldorf. Das Angebot bleibe für das laufende Jahr „meilenweit hinter dem zurück, was unsere Mitglieder in dieser Tarifrunde erwarten“.

Die VKA hatte ein Angebot vorgelegt, das zwei Stufen vorsieht – eine Erhöhung um 2,1 Prozent rückwirkend zum Dezember 2014 sowie weitere 1,9 Prozent ab Dezember 2015. Die Bereitschaftsdienstbezahlung soll demnach um vier Prozent steigen. Das Angebot sieht der VKA zufolge zudem eine gemeinsame Erklärung der Tarifvertragsparteien vor, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu fördern.

„Es zeugt von einem hohen Maß an Ignoranz, unsere konkreten Forderungen nach einer Reduzierung von Wochenenddiensten mit unverbindlichen Absichtserklärungen zu beantworten“, erklärte Lübke. „Inhaltsleere Sonntagsreden zur Work-Life-Balance ändern nichts an der hohen Belastung durch Bereitschaftsdienste.“

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Die Ärztegewerkschaft fordert für die 52.500 Ärzte an kommunalen Kliniken 5,4 Prozent mehr Gehalt, eine Begrenzung auf zwei Wochenenddienste im Monat und eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste. Der Tarifvertrag gilt bundesweit - mit Ausnahme von Berlin und Hamburg - für rund 550 Kliniken. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet in Düsseldorf statt. Sie soll am Mittwoch fortgesetzt werden. © afp/aerzteblatt.de

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