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Ärzteschaft

Knorpelregister ermöglicht Langzeitbeobachtung nach OPs

Montag, 9. Februar 2015

Berlin – Rund ein Jahr nach dem Start des sogenannten Knorpelregisters enthält es bereits mehr als 800 Operationsdaten nach knorpelchirurgischen Eingriffen und ermöglicht die Zusammenführung der Daten von über 50 teilnehmenden Kliniken. So wird es möglich, verschiedene Operationstechniken im Langzeitverlauf zu beurteilen und Komplikationen zu erfassen und auszuwerten.

„Mit dem erfolgreichen Start des Knorpelregisters ergänzen wir unsere umfangreiche Registerarbeit im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie, die die Versorgung unserer Patienten sicherer und effektiver machen soll“, sagt Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).

Chirurgische Verfahren zur Regenerierung von Knorpelgewebe, zum Beispiel Knorpel­zelltransplantationen, haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Neben der Beschwerdelinderung sollen sie auch einer Arthrose vorbeugen. Denn viele der anfänglich klar umrissenen Knorpelschäden weisen eine Tendenz zur Ausweitung auf größere Knorpelflächen auf und stellen unbehandelt in vielen Fällen den Ausgangspunkt einer Arthrose dar. Eine Knorpelreparatur ist jedoch nur bei sehr kleinen Defekten möglich.

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Das Knorpelregister DGOU ist eine innerärztliche durch die Fachgesellschaft initiierte Qualitätssicherungsmaßnahme. Nach erfolgreicher Implementierung des „Kniemoduls“ sind Anfang 2015 die Module „Sprunggelenk“ und „Hüfte“ dazugekommen. Das Knorpelregister der DGOU arbeitet industrieunabhängig und wird unterstützt durch die Deutsche Arthrosehilfe und die Oscar-Helene-Stiftung. Die technische Umsetzung des Knorpelregisters DGOU erfolgt in enger Kooperation mit dem Studienzentrum des Universitätsklinikums Freiburg. © hil/aerzteblatt.de

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