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Jenaer Forscher entwickeln Testverfahren für Lungenentzündung

Dienstag, 10. Februar 2015

Jena – Unter dem Schlagwort „Diagnostik vor Therapie“ will das Verbundprojekt „Pneumonie bei Immunsuppression“ des Forschungscampus InfectoGnostics eine personalisierte und effiziente Vor-Ort-Versorgung von Patienten mit Verdacht auf eine Lungenentzündung ermöglichen. Das Projekt wird vom Forschungscampus-Programm des Bun­des­for­schungs­minis­teriums in den kommenden fünf Jahren mit zehn Millionen Euro unterstützt.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Testgerätes, das die Aufnahme und Verarbeitung von Blut-, Urin und Lungenproben vereinfacht und so eine patientennahe Schnelldiagnostik ermöglich. Zur Bestimmung der Erreger oder der Wirtsantwort werden neue Methoden zur Vervielfältigung des Erbgutes erforscht und direkte lichtbasierte Verfahren wie Mikroskopie oder Spektroskopie weiterentwickelt.

„Besonders für Patienten mit geschwächtem Immunsystem kann eine frühzeitige, erregerspezifische Diagnosestellung und eine frühe und gezielte Therapie lebensrettend sein“, erläutert Mathias Pletz, Leiter des Zentrums für Infektionsmedizin und Kranken­haushygiene am Universitätsklinikum Jena und medizinischer Koordinator des Projekts. Denn bei ihnen kann eine Lungenentzündung durch eine Vielzahl von Erregern verursacht werden, die sich teilweise schlecht nachweisen lassen und die durch Standardantibiotika nicht immer erfasst werden. Zudem ist die Identifikation der Erreger aktuell enorm zeitintensiv und für den Patienten sehr belastend. 

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Lungen- und Atemwegserkrankungen gehören weltweit zu den zehn häufigsten Todesursachen. Die Kosten für Erkrankungen der Atemwege summieren sich hierzulande auf 5,1 Prozent des Gesundheitsbudgets (rund zwölf Milliarden Euro). © hil/aerzteblatt.de

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