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Ärzteschaft

Thüringen: Eine Million Euro für die Niederlassung

Dienstag, 10. Februar 2015

Erfurt – Die Thüringer Ge­sund­heits­mi­nis­terin, Heike Werner (Linke), hat ein umfang­reiches Programm zur Niederlassung von Ärzten angekündigt. Anlass sind der Ministerin zu­folge über 60 nicht besetzte Hausarztpraxen im Freistaat. „Für die Patienten bedeutet dies lange Wege zum nächsten Arzt und längere Wartezeiten. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, so Werner. Sie will deshalb in diesem Jahr die Mittel für die Ansiedelung von Ärzten auf rund eine Million Euro aufstocken.

Zudem hieß es aus dem Ministerium, dass drei Maßnahmen geplant sind: Die eine dient der Ansiedlung von Ärzten im ländlichen Raum. „Hier werden wir ein sogenanntes Praxis­programm auflegen“, verwies die Ministerin. Zum zweiten geht es um die Ein­richtung von Stiftungspraxen.

In diesen Stiftungspraxen sollen sich junge Ärzte auf die Selbstständigkeit vorbereiten. Die dritte Maßnahme ist das sogenannte Thüringen-Stipendium für Nachwuchsmediziner in der Facharztausbildung. Werner: „Damit wollen wir sie bewegen, hier in Thüringen zu bleiben und weiter hier zu arbeiten.“

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Die KV Thüringen begrüßte die Pläne des  des Thüringer Ge­sund­heits­mi­nis­teriums. Diese Förderung würde die jahrelangen umfangreichen Förderaktivitäten der KV Thüringen im Rahmen der Niederlassung von Ärzten sinnvoll ergänzen.

Die KV Thüringen fördert die ambulante ärztliche Versorgung mit einem eigenen Sicherstellungsfonds und einem Strukturfonds. Der Gesamtumfang beträgt in diesem Jahr mehr als 3,5 Millionen Euro.

Die Zahl der offenen Hausarztsitze in Thüringen konnte durch die Aktivitäten aller Beteiligter in den vergangenen eineinhalb Jahren von 75 auf aktuell 57 gesenkt werden. Derzeit praktizieren im Land rund 1.650 Hausärzte. Ihrem Engagement und ebenso dem der Fachärzte ist es zu danken, dass in Thüringen kein Patient lange Wege zum Hausarzt in Kauf nehmen muss, hieß es aus der KV.

Der Freistaat Thüringen fördert nach eigenen Angaben seit Juli 2014 die Niederlassung von Ärzten im ländlichen Raum. Durch die Annahme der Förderung verpflichten sich Ärzte, eine Niederlassung für mindestens 60 Monate zu gewährleisten. Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 20.000 Euro je vollen Vertragsarztsitz. Bei Neugründung oder Übernahme einer Zweigpraxis beträgt die Zuwendung bis zu 5.000 Euro. Anträge auf Förderung können direkt bei der „Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Freistaat Thüringen“ gestellt werden. © hil/aerzteblatt.de

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isnydoc
am Mittwoch, 11. Februar 2015, 10:56

Ärzte gehen eher stiften als in Stiftungspraxen

Es soll ja unter den Ärztefunktionären auch einige "kritische" geben, die trotz allem das Banner der "Freiberuflichkeit" hoch halten und am 11.5.2015 beim Deutschen Ärztetag in Düsseldorf am traditionellen KBV-Vorlaufstag den öffentlichen "Lackmustest" mit vielen Teilnehmern der "Basis" starten wollen.
Wer fördert die "Kritikaster"?
Ausser einem Verband in Bayern (BVNF) ist da noch sehr wenig vernehmbar.
LNS

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