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Neues Zentrum für personalisierte Medizin in Tübingen

Mittwoch, 11. Februar 2015

Tübingen – Ein „Zentrum für personalisierte Medizin (ZPM)“ haben die Universität und das Universitätsklinikum Tübingen gegründet. Insgesamt 23 Abteilungen, Forschungszentren, Institute und Kliniken sind daran beteiligt.

Vorrangig sollen am ZPM Therapien für Erkrankungen entwickelt werden, bei denen bisher keine oder nicht ausreichend wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, zum Beispiel für verschiedene Tumorleiden. „Faktisch können Wissenschaftler innerhalb einer Krebsart noch viel weiter differenzieren und spezifische genetische oder molekularbiologische Daten eines Tumors erfassen“, sagte der Dekan der Medizinischen Fakultät, Ingo Autenrieth.

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Individuelle Besonderheiten fänden sich aber auch bei Patienten mit Herz-, Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen. Von der Nutzung dieses Wissens über jede einzelne Erkrankung versprechen sich Wissenschaftler und Ärzte große Verbesserungen in der Therapie.

„Diese individualisierte Diagnostik und Therapie ist nicht mehr von einzelnen Kliniken und Instituten zu leisten, weil sie Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen erfordern“, sagte der Leitende Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Tübingen, Michael Bamberg. Der Standort Tübingen biete aber für die interdisziplinäre Zusammenarbeit beste Voraussetzungen.

Am ZPM sind unter anderem die Tübinger Universi­täts­kliniken für Innere Medizin, für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, für Neurologie, Radioonkologie, Anästhesiologie und Intensivmedizin, die Universitäts-Hautklinik, die Interfakultären Institute für Zellbiologie, Mikrobiologie und Infektions­medizin, Biochemie sowie das Zentrum für Quantitative Biologie (QBiC) beteiligt.

Das ZPM gliedert sich in fünf Bereiche, die sich mit so genannten Hochdurchsatz­verfahren, funktioneller und molekularer Bildgebung, komplexer Diagnostik, Therapie­entwicklung und experimenteller Therapie befassen.

© hil/aerzteblatt.de

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