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Politik

Krebshilfe fordert Abgabeverbot von E-Zigaretten an Minderjährige

Mittwoch, 11. Februar 2015

E-Shishas /dpa

Berlin -  Die Deutsche Krebshilfe hat ein komplettes Abgabeverbot von E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche gefordert. Diese gehörten nicht in Kinderhände, erklärte die Krebshilfe am Mittwoch zusammen mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen in Berlin. Kinder könnten die Produkte etwa mit Erdbeer- oder Karamellgeschmack ohne Einschränkung am Kiosk kaufen. Um sie vor Gesundheitsgefahren und einer möglichen späteren Nikotinsucht zu schützen, müsse diese Gesetzeslücke geschlossen werden.

Sowohl nikotinfreie als auch nikotinhaltige Flüssigkeiten, die in E-Zigaretten und E-Shishas verdampft werden, bestehen laut Krebshilfe aus verschiedenen Chemikalien, die zu Atemwegsreizungen führen können. "Durch die Inhalation von Chemikalien beim Gebrauch von E-Zigaretten werden die Atemwege auch von Kindern und Jugendlichen gereizt. Dies bereitet den Boden für Infektionen, langfristig sind Lungenveränderungen nicht auszuschließen", erklärte Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebs­forschungszentrum.

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Der Hauptgeschäftsführer der Krebshilfe, Gerd Nettekoven, warnte, dass mit angeblich "kinderfreundlichen" Aromen und Produkt-Designs gezielt junge Konsumenten angesprochen würden. "Mit vermeintlich harmlosen und schmackhaften E-Shishas und E-Zigaretten wird das Rauchritual eingeübt", zeigte sich Nettekoven überzeugt. Der Konsum könne daher den Einstieg in das Rauchen fördern.

Auch Kinder- und Jugendärzte warnen. "Wir unterstützen das generelle Verbot von E-Zigaretten und E-Shishas für Minderjährige - unabhängig davon, ob sie einen Wirkstoff enthalten oder nicht", erklärte des Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Ulrich Fegeler. Dem Aktionsbündnis Nichtrauchen gehören neben der Deutschen Krebshilfe unter anderem die Bundesärztekammer, die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen und das Deutsche Krebsforschungszentrum an.

© afp/aerzteblatt.de

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