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Roboterassistierte Prostata-OP hat sich in Jena bewährt

Donnerstag, 12. Februar 2015

Jena – Ein positives Fazit ihrer Arbeit mit einem Operationsroboter haben Ärzte der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Jena gezogen. Prostata-OPs sind der häufigste Eingriff, bei denen er zum Einsatz kommt. „Der computergestützte Eingriff ermöglicht es uns, trotz der notwendigen Entfernung erkrankter Gewebe wichtige Funktionen wie die Erektionsfähigkeit und die Harnkontinenz zu erhalten“, sagte der Klinikdirektor Marc-Oliver Grimm anlässlich der 500. Operation mit dem Roboter an der Klinik.

Von großem Vorteil seien die kleinen Schnitten und minimalen Blutverlusten, von denen sich der Patient schneller erhole als nach herkömmlichen Eingriffen. Durch die raschere Mobilisierung reduzierten sich auch postoperative Komplikationen wie Thrombosen oder Lungenentzündungen.

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Entscheidend für den Operateur sei die Möglichkeit, auch bei feinsten Gewebestrukturen millimetergenau arbeiten zu können. Über eine Steuerkonsole bedient der operierende Arzt die Roboterarme mit den notwendigen chirurgischen Instrumenten, eine 3D-HD-Kamera erlaubt einen Blick aufs Operationsfeld in zehnfacher Vergrößerung. „Diese Präzision ist notwendig, wenn es darum geht, auch extrem kleine Nerven und Strukturen zu schonen“, betonte Grimm.

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Für das Jahr 2014 erwartet das Robert-Koch-Institut 70.000 Neuerkrankungen. Auch wenn bei vielen Tumo­ren der Verlauf relativ langsam ist, ist das Prostatakarzinom für etwa zehn Prozent aller Krebstodesfälle bei den Männern verantwortlich. Solange das Karzinom auf die Prostata begrenzt ist, kann es geheilt werden. „Aus diesem Grund spielt auch die Vorsorge­untersuchung eine wichtige Rolle“, so Grimm. © hil/aerzteblatt.de

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