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Mehr herzchirurgische Eingriffe in Deutschland

Donnerstag, 12. Februar 2015

Freiburg – In Deutschland wurden 2014 mehr Menschen am Herzen operiert als im Vorjahr. Trotz eines höheren Durchschnittsalters der Patienten hat sich die Überlebens­rate verbessert. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) im Rahmen ihrer Jahrestagung in Freiburg.

Danach haben die rund 950 in Deutschland tätigen Herz-, Thorax- und Kardiovas­kularchirurgen im Jahr 2014 100.394 Operationen am Herzen vorgenommen. Im Jahr 2013 waren es 99.132 herzchirurgische Eingriffe.

Zählt man Eingriffe wie Herzschrittmacher- und Defibrillator-Im- und -Explantationen sowie Eingriffe an der herznahen Hauptschlagader ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine dazu, summiert sich die Zahl auf 128.546 Eingriffe im Jahr 2014.

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Gegenüber 2013 konstant geblieben ist im vergangenen Jahr die Zahl der herz­chirurgischen Fachabteilungen. „Die 79 Standorte verteilen sich in Abhängigkeit der regionalen Bevölkerungsdichte über die gesamte Bundesrepublik. Angesichts der tendenziell gleichbleibenden Behandlungszahlen herzchirurgischer Eingriffe ist keinerlei Notwendigkeit für die Einrichtung weiterer Fachabteilungen für Herzchirurgie gegeben“, sagte Jochen Cremer, Präsident der DGTHG bei der Vorstellung der Zahlen.

Trotz des von Jahr zu Jahr steigenden Alters der Patienten in den herzchirurgischen Abteilungen – 14,2 Prozent der Patienten waren im vergangenen Jahr 80 Jahre und älter – und dem entsprechenden Anstieg von Patienten mit Begleiterkrankungen blieb die Krankenhaus-Überlebensrate in den jeweiligen Eingriffskategorien stabil oder stieg sogar an.

Ein neues Rekordtief hat zum Bedauern der Fachgesellschaft die Zahl der Herztransplantationen erreicht. So wurden 2014 nur noch 294 Herztransplantationen durchgeführt, nachdem es im vergangenen Jahr 301 gewesen waren. Gegenüber dem Jahr 1998 ist dies ein Rückgang um mehr als 40 Prozent. „Alleiniger Grund für diese Entwicklung ist die zurückgehende Bereitschaft der Bevölkerung zur Organspende“, hieß es aus der Fachgesellschaft. © hil/aerzteblatt.de

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