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Legionellenausbruch in Warstein: Staatsanwaltschaft stellt ihre Ermittlungen ein

Donnerstag, 12. Februar 2015

Köln – Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat ihre Ermittlungen zu den Verursachern des Legionellenausbruchs in Warstein (Sauerland) mit teilweise schwerverlaufenden Pneumonien Ende 2014 eingestellt. „Es konnte nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit festgestellt werden, aus welchen Quellen die für die Erkrankung bestimmter Personen ursächlichen Legionellen stammten“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel dem Deutschen Ärzteblatt.

Geklagt hatten Geschädigte. Zwar habe eine Kette der Verbreitungsursachen rückverfolgt werden können und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen lasse auf kausale Zusammenhänge schließen, sagte Poggel. Die Gutachter hätten aber nicht ausschließen können, dass andere Verbreitungs- oder Kontaminationsquellen als die der genannten Industriebetriebe zu Erkrankungen geführt hätten.

Der Legionellenausbruch in Warstein, der am 2. August 2013 begann und mit dem letzten Infektionsfall am 6. September desselben Jahres endete, war der bislang größte in Deutschland und einer der größten weltweit. 159 Menschen erkrankten, viele von ihnen intensivpflichtig. Drei Patienten starben mit Legionellosen, bei zwei waren sie nachweislich Todesursache.

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Primäre Vermehrungsquelle der Legionellen in Warstein war nach bisherigen Erkenntnissen eines Gutachtens am Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn ein Abwasservorreinigungsbecken einer örtlichen Großbrauerei: Dort wurden Legionellen einschließlich des Ausbruchsstamms in Millionenhöhe pro 100 Milliliter gefunden. Folge war eine hohe Keimbelastung der kommunalen Kläranlage über die Kanalisation, darüber des nahen Flusses Wäster und der Möhne und von zwei industriellen Verdunstungsrückkühlanlagen in Warstein. Über Aerosole verbreiteten sich die Legionellen in die Umgebung. © nsi/aerzteblatt.de

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