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Ärzteschaft

Marburger Bund schließt Tarifvertrag mit Helios

Freitag, 13. Februar 2015

Berlin – Der Marburger Bund und die Helios Kliniken GmbH haben sich heute auf einen neuen Konzerntarifvertrag geeinigt. Rückwirkend ab dem 1. Januar werden die Gehälter der etwa 4.350 Helios-Ärztes um 2,3 Prozent erhöht und ab dem 1. Januar 2016 um weitere 2,6 Prozent. Der neue Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2016.

Zusätzlich steigen die Stundenentgelte für Sonntags-, Vorfeiertags- und Feiertagsarbeit sowie für Rufbereitschaftsdienste im Jahr 2015 um 2,3 Prozent und im Jahr 2016 um 2,6 Prozent. Für die Vergütung der Bereitschaftsdienste vereinbarten der MB und Helios die Einführung eines gesonderten Stundenentgeltes, das ab dem 1. April 2015 gilt und das über alle Entgeltgruppen hinweg Steigerungen von mehr als fünf Prozent beinhaltet. Auch diese Vergütung wird ab 2016 um weitere 2,6 Prozent steigen. Ab dem 1. Januar 2016 gilt außerdem für alle Ärzte einheitlich ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen.

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„Der Tarifabschluss ist in mehrfacher Hinsicht vorzeigbar“, kommentierte der Verhand­lungsführer des MB, Christian Twardy. „Es war nicht einfach, unseren Verhandlungs­partner von einem Perspektivwechsel bei der Bereitschaftsdienstvergütung zu überzeugen. Mit der Umstellung auf ein neues Stundenentgelt für die Bereitschafts­dienste haben wir aber eine gute Ausgangsbasis für zukünftige Verhandlungen geschaffen.“

„Die lediglich drei Verhandlungsrunden wurden außerordentlich sachlich und konstruktiv geführt und waren vom beiderseitigen Willen geprägt, schnell zu einem für beide Tarifpartner inhaltlich und wirtschaftlich vertretbaren Tarifabschluss zu gelangen“, betonte Helios-Verhandlungsführerin Dorothea Schmidt. „Von diesem Vorgehen und den vereinbarten Regelungen profitieren nun unsere Ärzte.“ Diese hätten damit bereits Mitte Februar 2015 Sicherheit hinsichtlich ihrer Gehaltssteigerungen für 2015 und 2016.

Das Tarifergebnis muss noch von den Tarifgremien des Marburger Bundes bestätigt werden. © fos/aerzteblatt.de

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Avatar #672734
isnydoc
am Dienstag, 17. Februar 2015, 11:55

Mögliche Alternativen für "Loewenherz"

Gehen Sie doch demnächst "freiberuflich" in die Kassenarztpraxis und lassen sich von der "KV" vertreten ... Kannste Vergessen!
Avatar #109757
Loewenherz
am Dienstag, 17. Februar 2015, 01:06

Marburger Bund vs. Klinikbetreiber

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso sich der Marbuger Bund dafür hergibt mit jedem Klinikkettenbetreiber, sei es in glaubensgemeinschaftlicher oder privater Trägerschaft eigene Tarifverträge zu verhandeln. Ich als "betroffener" komme mir gewaltig verarscht vor, wenn ich aus öffentlicher Trägerschaft oder eben aus einer Klinik die gemäß MB-Tarif "VKA" zahlt in die Privatwirtschaft wechsele, meine Arbeit sich dort vermehrt und gleichzeitig weniger wert ist. Konnte ich früher noch "frei" verhandeln und musste mich nicht an blödsinnigen Minder-Vergütungsverträgen a la "Haustarif" reiben wenn ich wollte... heißt es heute nur noch lapidar "Vergütung gemäß Marburger Bund Tarif"... aber halt doch 2500€ brutto im Jahr weniger als vorher. Ich fühle mich da ehrlich gesagt schlecht vertreten, lieber MB!
LNS

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