NewsÄrzteschaftÄrzte sollen Medikationsfehler melden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ärzte sollen Medikationsfehler melden

Freitag, 13. Februar 2015

Berlin – Ein neues Projekt, um die Arzneimitteltherapie noch sicherer zu machen, hat die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) begonnen. Dafür ruft die Kommission Ärzte auf, innerhalb des bereits existierenden Spontanmeldesystems jetzt auch Medikationsfehler und daraus resultierende unerwünschte Wirkungen zu berichten. Aus der systematischen Analyse dieser Meldungen will die AkdÄ Ansätze zur Vermeidung von Medikationsfehlern entwickeln.

Gleichzeitig hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein Forschungsprojekt gestartet, in dem es prospektiv in drei deutschen Krankenhaus­notaufnahmen Medikationsfehler erfasst. Ziel ist, Erkenntnisse zur Häufigkeit von Medikationsfehlern zu gewinnen und daraus Verbesserungsstrategien abzuleiten.

Anzeige

In den Industriestaaten sind laut einer Schätzung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) bis zu zehn Prozent aller Krankenhausaufnahmen auf unerwünschte Arzneimittel­ereignisse zurückzuführen. Die Projekte der AkdÄ und des BfArM zielen darauf ab, insbesondere auf Medikationsfehlern beruhende unerwünschte Arzneimittelereignisse zu vermeiden und damit Risiken bei der Therapie zu minimieren. Beide Projekte sind Bestandteil des „Aktionsplans zur Verbesserung der Arznei­mittel­therapie­sicherheit in Deutschland“ des Bundesministeriums für Gesundheit. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Oktober 2019
London/Boston – Wissenschaftler aus Großbritannien, den USA und Kanada setzen sich dafür ein, die Anforderungen an Studien zu neuen Krebsmedikamenten zu erhöhen, um einen echten Nutzen für die
Studien zu neuen Krebsmedikamenten oft fehleranfällig
11. Oktober 2019
Köln – Nach dem Tod einer jungen Mutter und ihres Babys durch vergiftete Glukose aus einer Kölner Apotheke ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen zwei Mitarbeiter des Geschäfts. Die Verunreinigung
Tote nach Glukosetest: Ermittlungen gegen zwei Apothekenmitarbeiter
7. Oktober 2019
Amsterdam – Östrogen-haltige Vaginal-Cremes müssen mit Vorsicht eingesetzt werden, da die Hormone resorbiert werden und eine systemische Wirkung entfalten können. Der Pharmakovigilanz-Ausschuss (PRAC)
Hormontherapie: EMA beschränkt Anwendung von hochdosierter Estradiol-Creme auf vier Wochen
4. Oktober 2019
New York – Ein Bündnis von US-Bundesstaaten geht rechtlich gegen millionenschwere Boni-Pläne des umstrittenen Schmerzmittel-Herstellers Purdue Pharma vor. Es gehe um Sondervergütungen in Höhe von 38
US-Bundesstaaten klagen gegen Millionen-Boni von Purdue Pharma
2. Oktober 2019
Bonn – Das Antiemetikum Ondansetron, das in den letzten Jahren zunehmend „off-label“ zur Behandlung der Emesis gravidarum verordnet wurde, steht im Verdacht, orofaziale Fehlbildungen auszulösen. Die
Ondansetron: Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten nach Anwendung im ersten Trimenon
2. Oktober 2019
Boston – Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse sind gefürchtete Komplikationen des Gicht-Medikaments Allopurinol. Eine bevölkerungsbasierte
Allopurinol: Studie ermittelt Risikofaktoren für schwere Hautreaktionen
30. September 2019
Köln – Die drei Kölner Apotheken, die nach dem Tod einer jungen Mutter und ihres Babys durch ein vergiftetes Glukosearzneimittel vorsorglich geschlossen wurden, dürfen weiterhin Pflegeheime beliefern.
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER