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Schulschließung wegen Noroviren in Baden-Württemberg

Freitag, 13. Februar 2015

Stuttgart – Zur laufenden Grippesaison gesellen sich in Baden-Württemberg nun auch Noroviren. Im Landkreis Lörrach wurde vorrübergehend eine Schule geschlossen, nachdem über vier Wochen immer wieder Magen-Darm-Erkrankungen unter Schülern aufgetreten waren.

Noroviren sind hoch ansteckend. Sie können auf Oberflächen überleben und über kleinste Tröpfchen durch die Luft übertragen werden. Deshalb können sie vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen und Krankenhäusern, aber auch nach Festlichkeiten und Feiern große Ausbrüche hervorrufen. Erkrankte scheiden Noroviren in großer Menge mit dem Stuhl oder in Erbrochenem aus. Krankheitszeichen können bereits 6 Stunden nach der Ansteckung auftreten, es können aber auch bis zu 50 Stunden vergehen.

Für den Schutz gegen Noroviren ist das regelmäßige Händewaschen wichtig. Kommt es zur Erkrankung, sollten die Patienten zu Hause bleiben, bis die Symptome verschwunden sind. „Die winterliche Häufung ist nicht ungewöhnlich. Auch in den Vorjahren wurden Ausbrüche in vergleichbarer Anzahl beobachtet. In der Regel kommt es zu keinen Komplikationen und die Brech-Durchfallerkrankung heilt nach einem sehr unange­nehmem Beginn innerhalb von wenigen Tagen ohne Folgen aus“, sagte der Regierungspräsident Johannes Schmalzl.

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Auch die Grippesaison ist noch nicht überwunden: Seit Jahresbeginn wurden bei 3.363 Erkrankten in Baden-Württemberg Influenzaviren nachgewiesen, davon allein in der vergangenen Woche 1.075 und in der laufenden Kalenderwoche bereits 1.054. Das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart geht davon aus, dass die Grippewelle noch mehrere Wochen anhält.

© hil/aerzteblatt.de

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