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Pilotprojekt der Uniklinik Düsseldorf spart Blutprodukte

Montag, 16. Februar 2015

Düsseldorf – Blutprodukte einsparen soll ein neues Projekt namens „SUBITO“ der Klinik für Anästhesiologie, des Instituts für Hämaostaseologie, Hämotherapie und Transfusionsmedizin sowie der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie des Universitäts­klinikums Düsseldorf.

Dafür haben Stephan Sixt, Till Hoffmann und Alexander Albert von der Düsseldorfer Uniklinik eine Strategie entwickelt, bei der Ärzte statt vollständiger Blutkonserven einzelne Komponenten abgestimmt auf den Bedarf des einzelnen Patienten geben, nämlich Erythrozyten, Thrombozyten und Gerinnungsfaktoren. Im Pilotprojekt lagen die Einsparungen je nach Komponente zwischen 30 und 60 Prozent.

Voraussetzung dafür ist, dass der aktuelle Zustand des gesamten Gerinnungssystems eines Patienten in kürzester Zeit analysiert wird. Mit SUBITO haben die Mediziner dieses Problem in Angriff genommen, indem sie einmal eine vorrangige und schnelle Labordia­gnostik einführten, die „SUBITO“, also sofort, den spezifischen Bedarf ermittelt und die Blutkomponenten in den OP liefert.

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Ein weiterer Schritt ist, dass schon präoperativ Risiken eines Patienten im Hinblick auf eine Bluttransfusion erfasst und minimiert werden, so dass Blutungen während der Operation verringert oder sogar verhindert werden können.

© hil/aerzteblatt.de

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ede65
am Dienstag, 17. Februar 2015, 10:43

Das ist doch nicht neu!

Prof. Dr. V. Kretschmer hat das schon vor Dekaden in Marburg mit Erfolg eingeführt und immer wieder wehement im Kreise der Transfusionmediziner vertreten. Es gibt einige Transfusionsmediziner die die Zusatzbezeichung Hämostaseologie erlangt haben und für diese Tätigkeit ausgebildet wurden. Das Problem ist leider in vielen Fällen, dass der Transfusionmediziner Angst vor dem Krankenbett/OP hat und der Kliniker die Transfusionsmedizin nur als "Apotheke" ansieht und glaubt alle hämostaseologischen/transfusonsmedizinischen Probleme selber lösen zu müßen/können. Der Begriff "klinische Hämotherapie" sollte hier eine größer Bedeutung bei der Suche nach einer optimierten Lösung für Patienten und Resourcen bekommen. Zu empfehlen ist dazu u.a. www.iakh.de
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