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Ausland

Satelliten können bei der Vorhersage von Epidemien helfen

Montag, 16. Februar 2015

San José – Satelliten können die Verbreitung von Viren überwachen und bei der Vorhersage von Epidemien helfen. Parasiten, die Tropenkrankheiten wie etwa das Denguefieber übertragen, reagierten sehr sensibel auf ihre Umwelt. Mit Hilfe von Satellitendaten über Temperaturen, Regen, Überflutungen und Dürre lasse sich ihre Verbreitung schon Monate vorhersagen, sagte der australische Experte Archie Clements am Sonntag bei einer Konferenz des US-Verbands für die Förderung der Wissen­schaften (AAAS) im kalifornischen San José. Diese Informationen können nach seinen Worten vor allem Ländern mit knappen Ressourcen helfen, die betroffenen Regionen rechtzeitig gegen Epidemien zu wappnen.

Der Leiter eines wissenschaftlichen Zentrums des US-Landwirtschaftsministeriums, Kenneth Linthium, berichtete von Erfahrungen, die sein Team und er mit der Vorhersage des Rifttalfiebers machten. Die Erkrankung trifft vor allem Nutztiere wie Rinder, Schafe und Ziegen, wird aber von Stechmücken auch auf Menschen übertragen.

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Das Rifttalfieber tritt vor allem in Afrika und der arabischen Halbinsel auf. Da Überschwemmungen ideale Brutbedingungen für Stechmücken schufen, seien die Experten in der Lage gewesen, Epidemien schon zwei bis vier Monate vor ihrem Ausbruch vorherzusagen, berichtete Linthium. Ausbrüche des Denguefiebers in Afrika seien hingegen bei großer Hitze und Dürre zu erwarten.

Weniger genau sind nach Angaben des US-Forschers die Vorhersagen bei Krankheiten wie Malaria oder dem Chikungunyafieber, da dort mehrere ökologische Faktoren eine Rolle spielen. Dennoch ist Linthium davon überzeugt, dass „wir in Zukunft in der Lage sein werden, viele weitere dieser Krankheiten vorherzusagen“. © afp/aerzteblatt.de

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