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Kinderkrebsregister an der Universitätsmedizin Mainz das größte seiner Art

Dienstag, 17. Februar 2015

Mainz – Auf die Bedeutung des Deutschen Kinderkrebsregisters für die langfristige Beurteilung von Therapiekonzepten hat die Universitätsmedizin Mainz hingewiesen. Seit dem Jahr 1980 werden an der Universitätsmedizin Mainz vollständig alle Krebser­krankungen bei Kindern und Jugendlichen erfasst. Insgesamt liegen dem Kinderkrebs­register Daten von 55.412 in Deutschland an Krebs erkrankten Kindern und Jugend­lichen vor.

Gegenwärtig befinden sich circa 30.000 ehemalige Patienten in der Nachbeobachtung, die ältesten von ihnen sind mittlerweile 50 Jahre alt. Damit ist das Deutsche Kinderkrebsregister laut der Universitätsmedizin das größte Krebsregister seiner Art.

„Ich freue mich, dass das Kinderkrebsregister seit nunmehr 35 Jahren dazu beiträgt, dass wir das Auftreten, die Behandlung und den Verlauf von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter besser beurteilen können“, so die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD).

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Von „unschätzbarem Wert für die Krebsbekämpfung“ ist das Register laut der Vorstandsvorsitzenden und Medizinischem Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Babette Simon. „Es hat sich als Instrument zur Gewinnung einer umfassenden Datenbasis über Krebserkrankungsfälle bewährt und kann als Wegbereiter des therapeutischen Fortschritts angesehen werden“, sagte sie.

Das Deutsche Kinderkrebsregister wird vom Bundesministerium für Gesundheit und den Gesundheitsministerien der Länder finanziert, allen voran von Rheinland-Pfalz. Bis zum Jahr 2008 bezog sich die Erfassung von Krebserkrankungen auf Kinder unter 15 Jahren. Seit 2009 erfolgt die systematische Erfassung bis zum 18. Geburtstag und im Routine­betrieb die systematische Langzeitnachbeobachtung aller ehemaligen Patienten. Im neuen Jahresbericht 2013/2014 werden erstmals Auswertungen zu 15- bis 17-jährigen über einen Fünf-Jahreszeitraum präsentiert.

© hil/aerzteblatt.de

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