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Vermischtes

Fasten ist bei den Deutschen beliebt

Mittwoch, 18. Februar 2015

dpa

Hamburg/Berlin – Mehr als die Hälfte der Deutschen findet es sinnvoll, mehrere Wochen am Stück mit gängigen Gewohnheiten zu brechen und eine Fastenzeit einzuhalten. In einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit erklärten 56 Prozent der Befragten, sie hätten schon einmal aus gesundheitlichen Gründen über mehrere Wochen Verzicht geübt. Sie tranken keinen Alkohol (70 Prozent), aßen nichts Süßes (64 Prozent) oder kein Fleisch (41 Prozent), rauchten nicht (40 Prozent), schalteten Fernseher (33 Prozent), Handy und Computer (27 Prozent) ab oder ließen das Auto stehen (15 Prozent).

Fastenbefürworter haben laut Umfrage meist einen höheren Schulabschluss oder studiert (64 Prozent), sind eher weiblich (62 Prozent) und mittleren Alters. „Besonders beliebt ist das Fasten in der sogenannten Rushhour-Generation der 30- bis 44-Jährigen“, erklärte die Ernährungswissenschaftlerin Silke Willms von der DAK-Ge­sundheit. Diese Altersgruppe sei oft besonders großem Stress durch Karriere und Familie ausgesetzt. Erklärte Fastengegner finden sich demnach vor allem bei den 45- bis 59-Jährigen (48 Prozent), bei Männern (47) und Menschen mit Hauptschulabschluss (53).

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Über den traditionellen Fastenbegriff – also den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel – informiert die Barmer GEK. „Jede Fastenmethode hat verschiedene körperliche Auswirkungen. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld persönliche Fastenziele zu definieren, um aus dem großen Angebot das geeignete zu finden“, erläutert Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Krankenkasse. Wer fasten möchte, um Gewicht zu verlieren, könne aber nicht auf Erfolg hoffen. „Für einen dauerhaften Gewichtsverlust ist eine gleichzeitige Ernährungsumstellung in Kombination mit Bewegung nötig“, so Marschall.

Wer aber fasten wolle, um Körper und Seele etwas Gutes zu tun, könne dies erwägen. Voraussetzung sei aber eine gute körperliche Verfassung. Deshalb sollten Schwangere und Kinder und Menschen mit Herzbeschwerden oder anderen chronischen Erkrankungen aufs Fasten verzichten. © hil/aerzteblatt.de

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