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Politik

Zahl der Behandlungsfälle im ambulanten Sektor 2013 leicht gestiegen

Donnerstag, 19. Februar 2015

Berlin - Die Zahl der Behandlungsfälle im ambulanten Bereich ist von 2012 auf 2013 leicht von 8,2 auf 8,4 pro Patient gestiegen. Im Durchschnitt wurden demnach bei jedem Versicherten in jedem Quartal Leistungen von etwas mehr als zwei unterschiedlichen Ärzten beziehungsweise Arztpraxen abgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Fallzahl 2013 um 2,8 Prozent und damit auf einen neuen Höchststand seit 2005 erhöht. Das geht aus dem Barmer GEK-Arztreport hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde.

Die Autoren weisen dabei darauf hin, dass ein Fall sämtliche Behandlungen eines Patienten innerhalb eines Quartals umfasst: „So würden beispielsweise die Krank­schreibung und Behandlung eines Patienten wegen Grippe im Januar sowie mehrmalige Praxisbesuche beim selben Arzt zur Blutdruckeinstellung im März im Rahmen desselben Behandlungsfalls abgerechnet.“

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Im Durchschnitt suchte ein Versicherter im Jahr 2013 dem Report zufolge 3,4 unter­schiedliche Ärzte beziehungsweise Arztpraxen auf – im Vorjahr waren es ähnlich viele. Bei etwas mehr als der Hälfte der Bevölkerung wurden Leistungen von vier oder mehr Praxen abgerechnet. Jeder Zehnte suchte mehr als sechs unterschiedliche Ärzte auf, nur jeder Hundertste mehr als zehn.

Ein „Arzt-Hopping“ als Massenphänomen lasse sich für Deutschland ausschließen, so die Autoren weiter. Denn 58 Prozent der Patienten kontaktierten innerhalb des Jahres genau einen Hausarzt. Nur 3,5 Prozent kontaktierten vier oder mehr unterschiedliche Haus­arztpraxen.

Die am häufigsten gestellten Diagnosen waren im Jahr 2013 essenzielle Hypertonie (bei 28 Prozent diagnostiziert), Rückenschmerzen (25 Prozent), spezielle Verfahren zur Untersuchung auf Neubildungen (22 Prozent), Akkomodationsstörungen und Refrak­tionsfehler (21 Prozent), akute Infektionen der oberen Atemwege (21 Prozent), Störungen des Lipoproteinstoffwechsels und sonstige Lipidä­mien (19 Prozent),   Abklärung bei Personen ohne Beschwerden (17 Prozent) sowie kontrazeptive Maßnahmen (15 Prozent). Die Daten unterscheiden sich kaum von denen des Vorjahrs.

Der Arztreport fußt für das Jahr 2013 nach Angaben der Barmer GEK auf 78,3 Millionen Behandlungs­fällen, 321 Millionen dokumentierten Diagnoseschlüsseln und 455 Millionen Abrechnungsziffern. Die Daten wurden geschlechts- und altersstandardisiert. © fos/aerzteblatt.de

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