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Grippewelle: Höhepunkt kommt noch

Donnerstag, 19. Februar 2015

Braunschweig – Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) erwarten in den kommenden drei Wochen den Höhepunkt der Influenzainfektionen in Deutschland. Zudem rechnen sie mit einer stärkeren Grippewelle als in den vergangenen Jahren.

„In den USA ist die Grippewelle bereits vorbei und das dort kursierende Virus scheint stärkere Symptome zu verursachen, als in vorangegangenen Epidemien“, sagte Klaus Schughart, Leiter der Abteilung „Infektionsgenetik“ am HZI. In Deutschland stehe der Gipfel noch bevor. „Wir müssen aber mit einem ähnlichen Verlauf rechnen“, so der Experte.

Grund für die stärkere Grippewelle sei die schwächere Wirksamkeit des diesjährigen Impfstoffes gegen eine in diesem Jahr kursierende H3N2-Variante. „Der Influenzastamm für die Herstellung des Impfstoffs wird im vorausgehenden Jahr bestimmt“, erklärte Schughart. Hierfür werde eine Voraussage auf Basis des Vorjahres und den zu dem Zeitpunkt kursierenden Influenzaviren getroffen. „Die Voraussagen sind meistens sehr gut, nur leider nicht immer“, so Schughart.

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Trotz aller Bemühungen bleibe es schwer, die genauen Influenza-Subtypen, gegen die der Impfstoff wirken muss, so weit im Voraus schon zu bestimmen. „Wir müssen also weiter an besseren Methoden für die Vorhersagen arbeiten und darüber hinaus nach neuen Impfstoffen suchen, die Schutz gegenüber allen Influenza-A-Typen bieten“, verwies Carlos Guzmán, Leiter der Abteilung „Vakzinologie“ am HZI.

Obwohl der aktuelle Impfstoff nicht so effektiv ist wie erhofft, sind sich die HZI-Forscher einig, dass eine Impfung dennoch empfehlenswert ist. „Teilweiser Schutz ist besser als keiner. Daher sollte man sich dennoch impfen lassen, auch wenn die Impfung gegen einen Stamm weniger gut schützt, als erwartet", sagte Guzmán. © hil/aerzteblatt.de

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