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Ärzteschaft

KV Bayerns sucht Ärzte für den Bereitschaftsdienst

Sonntag, 22. Februar 2015

München – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns will Ärzte im Bereitschafts­dienst entlasten und gleichzeitig strukturschwache Regionen stärken. Ein Baustein der Reform des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Bayern ist das sogenannte Poolarzt-Modell. „Die im Jahr 2013 nach Beschluss der Ver­tre­ter­ver­samm­lung umgesetzte Bereitschaftsdienstreform ist auf einem guten Weg. Aber wir sehen zusätzlich auch den Bedarf, neue Ansätze zu verfolgen und auf freiwilliger Basis junge oder auch ältere Ärzte, die gerne gelegentlich solche Dienste leisten möchten, mit einzubinden“, hieß es aus dem Vorstand der KV.

Dieser hat sich daher mit Unterstützung der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer in einem Schreiben an mehr als 50.000 Ärzte in Bayern gewandt und über die Möglichkeit infor­miert, am ärztlichen Bereitschaftsdienst teilzunehmen. Interessierte sollten sich per E-Mail an Bereitschaftsdienst-Pool@kvb.de wenden. „Auf der Basis der Gesamtzahl der Rückmeldungen wird dann zeitnah ein Konzept vorgestellt, wie die neuen Pool-Ärzte am besten in den Bereitschaftsdienst integriert werden können“, informiert die KV.

Voraussetzung für die Teilnahme am Poolarzt-Modell ist, dass die interessierten Ärzte entweder eine mindestens zweijährige allgemeinmedizinische Weiterbildung beziehungs­weise eine Weiterbildung in einem anderen Fachgebiet nach Weiterbildungsrecht absolviert haben. Selbstverständlich können sich auch Fachärzte nach Abschluss der Weiterbildung beteiligen.

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Seit April 2013 gelten in Bayern neue Regeln für den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Unter anderem werden seither kleinere Bereitschaftsdienstbereiche zusammengelegt, neue, zentral gelegene Bereitschaftspraxen gegründet und die Verpflichtung zur Teilnahme am Ärztlichen Bereitschaftsdienst endet mit der Vollendung des 62. Lebensjahres.

Diese Umstrukturierungen waren notwendig, um die Attraktivität der ärztlichen Tätigkeit gerade auf dem Lande zu erhalten. Ziel war und ist es dabei, den ärztlichen Bereit­schafts­dienst auch in Zukunft flächendeckend zu gewährleisten und die Dienstbelastung auf mehr Schultern zu verteilen. © hil/aerzteblatt.de

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