NewsHochschulenKurs „Was hab’ ich?“ verbessert Kommuni­kationsfähigkeit von Medizinern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Kurs „Was hab’ ich?“ verbessert Kommuni­kationsfähigkeit von Medizinern

Montag, 23. Februar 2015

Dresden – Das Wahlfach „Was hab’ ich?“ an der Technischen Universität Dresden kann die Kommunikation zwischen Medizinern und Patienten verbessern. Das berichtet die Universität, nachdem es das Fach im vergangenen Wintersemester erstmals angeboten hatte.

In dem Online-Netzwerk engagieren sich seit 2011 hunderte Mediziner ehrenamtlich und übersetzen medizinische Befunde in eine für Patienten leicht verständliche Sprache. Mit dem Wahlfach wollen die „Was hab‘ ich?“-Gründer angehende Ärzte gezielt zu besseren Kommunikatoren ausbilden. „Wir möchten die Studenten dafür sensibilisieren, dass sie viele Fachbegriffe gar nicht mehr als solche wahrnehmen – und Patienten diese dann oft nicht verstehen. Wir geben ihnen ganz konkrete Werkzeuge für leicht verständliche Sprache an die Hand“, erklärt Anja Bittner, Mitgründerin von „Was hab‘ ich?“.

Anzeige

Die Kurs-Evaluation zeigte, dass alle Teilnehmer ihre Kommunikationsfähigkeiten signi­fikant verbessern konnten. Eine Befragung der Medizinstudierenden nach Ende des Kurses ergab zudem, dass die neu erworbenen Fähigkeiten hohe Praxisrelevanz besitzen. Die Initiatoren von „Was hab‘ ich?“ wollen das Wahlfach jetzt an weiteren Fakultäten anbieten.

Das Internet-Portal „Was hab‘ ich?“ unterstützt Patienten kostenlos dabei, medizinische Befunde zu verstehen. Dazu laden die Nutzer ihren medizinischen Befund anonym hoch oder senden ihn per Fax ein. Die Übersetzungen werden von einem bundesweit aufge­stellten und ehrenamtlich tätigen Team aus rund 300 Medizinstudierenden höherer Semester erstellt. Bei komplexen Befunden stehen den Studenten ein 200-köpfiges Ärzteteam sowie zwei Psychologen beratend zur Seite. Der Patient kann die Übersetzung bereits wenige Tage nach der Einsendung passwortgeschützt online abrufen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. April 2019
Berlin – Kardiologen der Berliner Charité nutzen zur Aufklärung der Patienten vor einer Koronarangiografie einen 15-seitigen Comicstrip. Ihre Studie in den Annals of Internal Medicine (2019; 170:
Koronarangiografie: Comicstrip erleichtert die Aufklärung der Patienten
9. April 2019
Berlin – Ein Comic kann Patienten besser und anschaulicher auf eine Operation vorbereiten. Forscher der Berliner Charité konnten am Beispiel der Herzkatheteruntersuchung zeigen, dass ein Comic das
Comic kann Patienten besser auf eine Operation vorbereiten
25. Februar 2019
München – Viele Patienten können mit medizinischen Begriffen weniger anfangen, als Ärzte erwarten. „Angina pectoris“, „Reflux“, „Sodbrennen“ oder „Body Mass Index“ sagen vielen medizinischen Laien
Ärzte überschätzen die Gesundheitskompetenz der Patienten
22. Januar 2019
Berlin – Arzneimittelexperten haben die Umstellung von Biologika auf Biosimilars befürwortet und zugleich darauf hingewiesen, dass die damit einhergehende Aufklärung der Patienten sehr zeitaufwendig
Experten für Vergütung von Arztgesprächen zur Umstellung auf Biosimilars
4. Januar 2019
Bern – Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) bietet in einem Leitfaden Ärzten und anderem Gesundheitspersonal medizin-ethische Richtlinien an, um die Urteilsfähigkeit von
Wie Ärzte die Urteilsfähigkeit ihrer Patienten abklären können
28. Dezember 2018
Berlin – 93 Prozent der Eltern in Deutschland können medizinische Anweisungen eines Arztes nach eigenen Aussagen verstehen und mehr als 90 Prozent können die erhaltenen Empfehlungen und Ratschläge
Medizinische Empfehlungen von Ärzten zumeist verständlich
14. Dezember 2018
Hamburg – Sprachbarrieren erschweren vielerorts die Behandlung psychisch kranker und behinderter Geflüchteter. In Hamburg beugen zwei entsprechende Sprachmittlerpools Verständigungsproblemen vor. Die
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER