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Vermischtes

Zeichen einer Mening­kokokken-Infektion bei Kleinkindern zum Teil undeutlich

Montag, 23. Februar 2015

Kiel – Anlässlich eines Verdachtsfalls auf eine schwere Meningokokken-Erkrankung im Kreis Segeberg hat das Landesgesundheitsministerium in Kiel zu besonderer Aufmerk­samkeit aufgerufen. Wie das Gesundheitsamt des Kreises Segeberg mitteilte, wurde am 17. Februar dem Gesundheitsamt der Verdacht auf eine schwere Meningokokken-Erkrankung bei einem zweijährigen Jungen gemeldet. Das Kind starb am Folgetag im Krankenhaus.

„Bei Säuglingen und Kleinkindern können die Beschwerden einer Meningokokken-Erkrankung weniger deutlich sein. Neben Fieber, Erbrechen, Krämpfen, Reizbarkeit oder Schläfrigkeit kann sich eine vorgewölbte oder harte Fontanelle zeigen“, verweist das Ge­sund­heits­mi­nis­terium auf Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Nackensteifigkeit könne fehlen.

Bei Verdacht auf eine Meningokokken-Infektion müssen Erkrankte sofort ins Kranken­haus. Bis 24 Stunden nach Beginn der Antibiotika-Therapie werden Erkrankte isoliert, um andere vor einer Übertragung zu schützen. Für Meningokokken-Infektionen gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Kinder und Erwachsene dürfen Gemein­schaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten nicht besuchen, sobald der Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung besteht. Das gilt auch für Kontakt­personen der Erkrankten. Nach der Genesung können Betroffene die Gemeinschafts­einrichtungen wieder besuchen. Ein ärztliches Attest ist nicht nötig.

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In Deutschland sind die Meningokokken-Typen B und C am häufigsten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung für alle Kinder im zweiten Lebensjahr gegen den Typ C sowie eine Nachholimpfung aller Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr. Ebenfalls impfen lassen sollten sich Menschen mit Störungen des Abwehrsystems, Laborpersonal, Reisenden in Länder mit vielen Meningokokken-Erkrankungen, Schülern und Studenten vor Auslandsaufenthalten in Länder mit einer Impfempfehlung und bisher ungeimpfte Kontaktpersonen von Erkrankten. Außerdem gilt eine Impfempfehlung, wenn sich Ausbrüche der Erkrankung regional häufen. © hil/aerzteblatt.de

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