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Den Berufsalltag für Pflegekräfte attraktiv gestalten

Montag, 23. Februar 2015

dpa

Frankfurt/Witten/Herdecke – Wie Pflegekräfte im Beruf gehalten werden können und ihre Abwanderung in andere Tätigkeitsfelder sich aufhalten lässt, soll ein Forschungsprojekt der Universitäten Frankfurt am Main und Witten/Herdecke klären. Danach reagieren Einrichtungen auf die Abwanderung der Pflegekräfte häufig mit Programmen zur Gesund­heits­förder­ung.

„Wir meinen aber, dass das nur ein Kurieren der Symptome ist und nicht die Ursachen beseitigt“, erläutert Ulrike Höhmann, Pflegewissenschaftlerin und Projektleiterin an der Universität Witten/Herdecke die Projektidee von „Arbeitsprozessintegrierte Kompetenzaktivierung und -entwicklung in der Pflege (AKiP)“.

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In vielen Einrichtungen bestehe ein großer Abstand zwischen dem, was in der Pflege­ausbildung vermittelt werde und dem, was in der Pflegepraxis umsetzbar sei. „Die Folgen sind eindeutig: Viele Pflegende hören auf mitzudenken, klagen über Burnout, die Qualität der Versorgung sinkt und der Krankenstand steigt“, so Höhmann.

Sie sieht die Führungskräfte in der Pflicht, die Handlungsspielräume ihrer Mitarbeiter so zu erweitern, dass diese in der Lage seien, eigene Konzepte zu entwickeln und neue an sie gestellte Anforderungen innovativ und im Sinne ihrer Patienten umzusetzen. Der Ansatz dabei: Wenn Pflegekräfte ihr Können zeigen und neue Ideen entwickeln dürften, dann wirke das motivierend und die Identifikation mit der Arbeit wachse.

„Die Realität sieht aber leider eher so aus, dass Einrichtungen die Vorgehensweisen angeblicher 'Best-Practice-Beispiele' unreflektiert übernehmen, ohne zu prüfen, ob diese auf die eigenen Rahmenbedingungen überhaupt übertragbar und in der Lage sind, die Probleme im eigenen Haus zu lösen“, so Höhmann. Die Abläufe in der Pflege würden dann schnell an ökonomischen Zwängen ausgerichtet, die oft erst entstünden, weil Theorie und Praxis nicht zueinander passten, kritisiert die Projektleiterin. © hil/aerzteblatt.de

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