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Ärzteschaft

Aktion für mehr Darmkrebsvorsorge in Sachsen

Mittwoch, 25. Februar 2015

Dresden – Im Rahmen des von der Felix-Burda-Stiftung initiierten „Darmkrebsmonats März 2015“ haben das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (BNG) die Aktion „ExtraDosis Darmkrebsvorsorge für Sachsen“ initiiert. Schirmherrin der Aktion ist die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch (CDU).

Über eine Telefonhotline haben Einwohner des Bundeslands die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert einen Termin für eine Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung zu sichern. 33 im BNG organisierte Ärzte bieten dafür knapp 250 Vorsorgekoloskopien an. „Als Mitinitiatoren der Aktion ‚ExtraDosis Darmkrebsvorsorge für Sachsen‘ wollen wir für diese Form der Krebsprävention ebenso ein Zeichen setzen wie für das partnerschaftliche Miteinander zwischen den Gastroenterologen mit eigener Praxis und ihren Kollegen in den Kliniken“, sagte Jochen Hampe, Bereichsleiter Gastroenterologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus.

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„Dadurch, dass wir im Darmkrebsmonat März 2015 in ganz Sachsen rund 250 zusätzliche Vorsorge-Darmspiegelungen über eine leicht erreichbare Telefonhotline anbieten und öffentlichkeitswirksam und anschaulich zur Koloskopie informieren, gehen wir aktiv gegen die Vorbehalte der Bevölkerung vor“ sagte Gerhard Heptner, Niedergelassener Gastro­enterologe mit Ermächtigung für Vorsorgekoloskopien und Vorsitzender der Landes­gruppe Sachsen des BNG.

„Bei der Inanspruchnahme der Vorsorge-Koloskopie ist noch ganz viel Luft nach oben“, sagte Rainer Striebel, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Plus mit Blick auf aktuelle Daten: Insgesamt 10.222 der sächsischen AOK-Versicherten haben diese Vorsorge­untersuchung im Zeitraum Juli 2013 bis Juni 2014 wahrgenommen. Damit lag die Teilnehmerquote bei den anspruchsberechtigten Versicherten der AOK Plus im Alter zwischen 55 und 60 Jahren bei 2,5 Prozent.

Zusätzlich zu der Aktion beraten Ärzte Bürger am 28. Februar bei einem Aktionstag in der Centrum Galerie an der Prager Straße in Dresden. Dort können sie sich auch anhand eines begehbaren Darmmodells ein Bild davon machen, wie Darmkrebs entsteht und wie er im Frühstadium unkompliziert zu entfernen ist. © hil/aerzteblatt.de

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