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Politik

Rheumaportal: Schnellere Hilfe bei Verdacht auf entzündliches Rheuma

Donnerstag, 26. Februar 2015

Würselen – Ein nicht kommerzielles Webportal, initiiert von einem sektoren­über­greifenden regionalen Ärztenetzwerk, soll die Früherkennung von rheumatischen Erkrankungen verbessern. Das Portal wurde von der Ge­sund­heits­mi­nis­terin des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens (Grüne), im Medizinischen Zentrum der Städte­region Aachen in Würselen freigeschaltet. Um die Situation von Patienten mit rheuma­tischen Erkrankungen zu verbessern, fördert das nordrhein-westfälische Ministerium das Rheumaprojekt unter Hinzuziehung von Mitteln der Europäischen Union.

Im Rahmen des Projekts haben sich alle niedergelassenen und an Kliniken tätigen rheumatologischen Fachärzte in westlichen Gebieten Nordrhein-Westfalens zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Zusammen mit Partnern aus der IT-Branche haben sie das Webportal RhePort entwickelt, das Betroffenen schnellere Hilfe zur Verfügung stellen soll.

Das Portal umfasst einen Fragebogen, mit dem Menschen mit Beschwerden kostenfrei selbst eine erste Abschätzung vornehmen können, ob bei ihnen entzündliches Rheuma vorliegen könnte. Bei entsprechendem Verdacht erhalten sie einen raschen Termin zur abklärenden rheumatologischen Untersuchung. „Statt der bisherigen bis zu 9 Monate langen Wartezeit vergeben wir dann Termine innerhalb von längstens 4 Wochen“, erklärte Peter Bartz-Bazzanella, rheumatologischer Chefarzt des Medizinischen Zentrums.

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Die Untersuchungsdaten der Patienten werden im angeschlossenen System standar­disiert dokumentiert, damit bei Wechsel des Arztes, bei Kranken­haus­auf­enthalten oder Rehabilitationsmaßnahmen keine Daten verloren gehen und Doppeluntersuchungen vermieden werden. Darüber hinaus lässt sich über das Portal auch eine IT-gestützte Notfallversorgung aufbauen.

Die Ergebnisse werden zusätzlich anonymisiert ausgewertet, um Erkenntnisse zur verbesserten Behandlung der rheumatischen Erkrankungen zu gewinnen; dies gilt auch für die Frage der geschlechterspezifischen Therapie.

„Wir wollen die mündige Patientin und den mündigen Patienten. Deshalb bietet unser Portal auch detaillierte Informationen zu allen rheumatischen Erkrankungen und mit Selbsthilfegruppen abgestimmte Links. Im Übrigen: Unser zurzeit noch regionales Projekt hat Modellcharakter. Wenn mögliche Anlaufprobleme überwunden sind, ist eine weitere Ausdehnung geplant“ meinte Wolfgang Vorbrüggen, Projektkoordinator für die Schwertbad GmbH. © EB/aerzteblatt.de

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