NewsÄrzteschaftKBV protestiert weiter gegen das Versorgungs­stärkungsgesetz
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KBV protestiert weiter gegen das Versorgungs­stärkungsgesetz

Freitag, 27. Februar 2015

Berlin – Die Anzeigenkampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gegen das von der Bundes­regierung geplante Versorgungs­stärkungsgesetz geht weiter. Mit mehreren Anzeigen wird die KBV in den nächsten Tagen die Bevölkerung auf die fatalen Auswirkungen des Gesetzes hinweisen.

Der Angriff auf die Freiberuflichkeit der Mediziner, der geplante Praxisaufkauf und die weitere Öffnung der Kranken­häuser für die ambulante Versorgung sind die zentralen Kritikpunkte. Nach Ansicht der KBV wird die ambulante Medizin dadurch langfristig geschwächt. Zudem würden junge Ärzte abgehalten, sich niederzulassen.

Anzeige

Mit einer Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) mit dem Slogan „Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Arzt und er ist nicht mehr da“, möchte die KBV davor warnen, dass das Versorgungsstärkungsgesetz dem medizinischen Nachwuchs den Weg in die eigene Praxis erschwert und die ambulante Versorgung langfristig verschlechtert. Weitere Anzeigen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Tagesspiegel folgen nächste Woche, wenn der Bundestag den Regierungsentwurf in erster Lesung berät.

Anfang Februar hatte die KBV die erste Anzeige mit dem Solgan „Wenn Nähe zum Fremdwort wird … ist das Versorgungsstärkungsgesetz daran schuld“ in der FAZ veröffentlicht, um den Aufkauf von Praxen anzuprangern. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) hatte die Kampagne der Kassenärzte scharf kritisiert. „Bei der Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung drängt sich der Verdacht auf, dass es eher um Panikmache als um das Patientenwohl geht“, hatte Gröhe Anfang Februar gesagt. „Das Versorgungsstärkungsgesetz stärkt die Rechte der Patienten und schafft zusätzliche Anreize für Ärzte, sich in Regionen niederzulassen, in denen Unter­versorgung droht“, so der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter.

Die Anzeigen gehören zu den konzentrierten Aktionen parallel zu den Lesungen des VSG-Entwurfs im Bundesrat und im Bundestag. An den Tagen der Lesungen werden sogenannte „Poster Cars“ durch das Berliner Regierungsviertel rollen. © EB/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. Dezember 2018
Berlin – Statt dirigistischer Eingriffe in den Praxisalltag, wie sie der Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) vorsieht, forderte die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen
Vertragsärzte verlangen bessere Patientensteuerung zur Lösung von Terminproblemen
7. Dezember 2018
Berlin – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein Feld, in dem die Vertragsärzte und -psychotherapeuten zunehmend selbstbewusst agieren und die Rahmenbedingungen mitgestalten wollen. Das wurde
Ärzte wollen die Digitalisierung gestalten
23. November 2018
Berlin – Angesichts einer bundesweiten Klagewelle von Krankenkassen gegen Kliniken bemühen sich Bund und Länder jetzt um Auswege, um finanzielle Schwierigkeiten für Krankenhäuser zu vermeiden. Das
Lösungsversuche nach Klagewelle gegen Krankenhäuser
23. November 2018
Berlin – Der Bundesrat hat heute zwei Reformen des Bundestags zur Gesundheitspolitik abgesegnet. Neben dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) winkte die Länderkammer das
Beitragsparität und Pflegeprogramm gebilligt, Wünsche zum Terminservicegesetz
23. November 2018
Berlin – Die Bürokratie in Arztpraxen bleibt konstant hoch: Nach dem heute vorgelegten dritten Bürokratieindex für Ärzte und Psychotherapeuten (BIX) ist der bürokratische Aufwand in diesem Jahr im
Ärzte verbringen 60 Arbeitstage im Jahr mit Bürokratie
1. November 2018
Berlin – Die Kritik der Ärzte am geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) verhallt in der Politik offenbar nicht ungehört. Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) heute mitteilte,
Kritik am geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz verhallt nicht ungehört
22. Oktober 2018
Berlin – Die reine Transportzeit eines Schlaganfallpatienten zur Stroke Unit eines Krankenhauses soll künftig nicht länger als 30 Minuten dauern. Das will Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU)
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER