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Uni Tübingen evaluiert technische Assistenzsysteme für pflegende Angehörige

Montag, 2. März 2015

Viele Informationen erhalten die Teilnehmer per Tablet-Computer

Tübingen – Pflegende Angehörige sind psychisch und physisch enormen Belastungen ausgesetzt. Um sie bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen und zu entlasten, wurde in Tübingen das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Technische Assistenzsysteme befähigen zu einem Leben in Unabhängigkeit“ (TABLU) initiiert. Die vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragte Lösung wurde gemeinsam von der Universität Tübingen, dem Universitätsklinikum, der städtischen Altenhilfe sowie des DRK-Kreisverbands entwickelt.

„Wir wollen pflegende Angehörige mit Know-how versorgen, sie mit Fachkräften vernetzen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit geben“, sagt Projektkoordinatorin Christiane Graboski vom Deutschen Roten Kreuz in Tübingen. Dazu erlernen Betroffene in einer dreistündigen Pflege-Schulung Techniken zu pflegerischen Tätigkeiten, wie etwa zur rückenschonenden Mobilisation.

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Zudem bekommen sie einen einfach zu bedienenden Tablet-Computer, auf dem das TABLU-Paket installiert ist. Damit können sich die Nutzer in der Mediathek Anlei­tungsvideos zu Themen des Pflegealltags anschauen, um das bei der Schulung Gelernte aufzufrischen oder zu vertiefen. Bei individuellen Fragen holen sich die Nutzer über ein Formular oder per Bildtelefon bei einer Pflegefachkraft Rat.

Derzeit erforschen die Universität Tübingen und das Universitätsklinikum Tübingen im Rahmen einer sechsmonatigen Studie, ob das System weiter verbessert werden kann. Darüber hinaus soll die Studie medizinisch relevante Daten über die Entwicklung von Lebensqualität und Pflegekompetenz liefern. © hil/aerzteblatt.de

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