NewsÄrzteschaftThüringer Ärzteschaft warnt vor Kommerzialisierung des Arztberufes
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Thüringer Ärzteschaft warnt vor Kommerzialisierung des Arztberufes

Freitag, 6. März 2015

Jena – Vor einer zunehmenden Kommerzialisierung in der Medizin hat die Landes­ärztekammer Thüringen gewarnt. „Der zunehmende finanzielle Druck, die Einflussnahme auf die ärztliche Berufsausübung und damit die Störung des ausgewogenen Arzt-Patien­ten-Verhältnisses erfolgen mehr und mehr durch Gesundheitsökonomen und dienen der Gewinnmaximierung“, heißt es in einer Resolution der Kammerversammlung Anfang März.

Marktwirtschaftliche Steuerungsmechanismen ließen der Medizin als Arbeit mit und am Patienten immer weniger Raum, kritisieren die Delegierten. Ärzte in Klinik und Praxis beklagten eine immer stärkere Einengung ihrer Berufsausübung. „Die freie Ausübung des Arztberufes ist aber die Basis einer patientenorientierten Gesundheitsversorgung“, betont die Kammerversammlung in ihrer Resolution.

Anzeige

„Durch die flächendeckende Kommerzialisierung der Patientenversorgung, fehlsteuernde Anreize wie Fallpauschalen und Budgets sowie eine kaum gebremste Markt- und Wettbewerbsideologie liefert der Gesundheitsmarkt das, was im Wettbewerb gemessen werden kann, nämlich Erträge anstelle von Nutzen“, kritisierte auch der Präsident der Ärztekammer Berlin und Vorsitzende des Ausschusses Qualitätssicherung bei der Bundes­ärzte­kammer, Günther Jonitz, jüngst gegenüber aerzteblatt.de. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

31. Juli 2020
Berlin – Die zunehmende Kommerzialisierung der medizinischen Versorgung ist ein Thema, das die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) auch auf lange Sicht weiterhin im Blick behalten wird. Das kündigte BÄK-Präsident
Reinhardt: Spahn bei Kommerzialisierung „zu gelassen“
17. Juli 2020
Mainz – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und dessen Mitgliedsgewerkschaft Verdi wollen die rheinland-pfälzische Gesundheitslandschaft so umbauen, dass die Grund- und Regelversorgung flächendeckend
Gewerkschaften wollen Gesundheitslandschaft umbauen
16. Juni 2020
Berlin – „Lange bestehende Fehlentwicklungen“ im Gesundheitssystem kritisiert der Ausschuss der Assistenzärzte im Hartmannbund in einem heute veröffentlichten Positionspapier. Unter dem Titel „Auf
Junge Ärzte sehen „Webfehler im Gesundheitssystem“
25. Mai 2020
Berlin – Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Klaus Reinhardt, fordert, gleich mehrere Lehren aus der Coronakrise für das deutsche Gesundheitssystem zu ziehen. „Kliniken sind Einrichtungen der
Reinhardt: Kliniken müssen Patienten dienen, nicht Profit
4. März 2020
Berlin – Angesichts anhaltend niedriger Zinsen auf den Finanzmärkten investieren Experten zufolge internationale Kapitalgesellschaften zunehmend in die ambulante ärztliche und zahnärztliche Versorgung
Gesundheitsexperten stehen Fremdinvestoren überwiegend kritisch gegenüber
31. Januar 2020
Berlin – Der Verein der Demokratischen Ärztinnen und Ärzte (vdäa) hat die Herausnahme der Pädiatrie aus dem System der diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) verlangt. Im DRG-System sei eine
Ärzte für Herausnahme der Pädiatrie aus Fallpauschalensystem
15. Januar 2020
Magdeburg – Die Ärztekammer (ÄK) Sachsen-Anhalt hat vor einer weiteren Privatisierung kommunaler Kliniken im Land gewarnt. Es drohten Insolvenzen wie etwa die der Burgenland Klinikum GmbH.
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER