NewsÄrzteschaft„Es wird kein Neben­einander von KV-Safenet und Telematik­infrastruktur geben“
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

„Es wird kein Neben­einander von KV-Safenet und Telematik­infrastruktur geben“

Freitag, 6. März 2015

Berlin - Kurz bevor die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) im Echtbetrieb erprobt werden soll, hat Thomas Kriedel darauf hingewiesen, dass es kein paralleles Nebeneinander von KV-Safenet und Tele­ma­tik­infra­struk­tur geben wird. „Zurzeit gibt es nur das KV-Safenet. Wenn die Tele­ma­tik­infra­struk­tur einmal steht, dann wird das KV-Safenet in die TI überführt“, sagte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der gematik gestern auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommu­nikation und neue Medien (Bitkom) in Berlin. 

„Manche Ärzte fragen, ob das KV-Safenet eine Investitionsruine sei und ob sie mit Investitionen warten sollten, bis die Tele­ma­tik­infra­struk­tur stehe“, so Kriedel weiter. „Wir sagen: Nein. Wenn es für Sie sinnvoll ist, gehen Sie in KV-Safenet und nutzen Sie die elektronische Arztbriefanbindung.“ Wenn die TI komme, werde idealerweise nur der Router in der Arztpraxis ausgetauscht, und die Ärzte merkten überhaupt nichts davon. Das sei dann so, als wechsle man den Telefonanbieter. 

Anzeige

Im Herbst dieses Jahres soll nach Aussagen der verantwortlichen Betreibergesellschaft gematik die Tele­ma­tik­infra­struk­tur im Echtbetrieb erprobt werden. In einem ersten Test, den die beauftragten Industriepartner zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse im Dezember vergangenen Jahres durchgeführt haben, konnte der Versicherten­stammdatensatz online überprüft und erfolgreich aktualisiert werden. © fos/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #672734
isnydoc
am Freitag, 13. März 2015, 21:43

Haben wir denn ein Marktgeschehen in der SGB V - Gesundheitswelt?

Da liegt doch wohl die entscheidende Frage - Planwirtschaft pur prägt das deutsche Gesundheitswesen und ihre Funktionäre, die damit gut zu leben wissen. Die Vorstandsvergütungen bei den KV-en bewegen sich stets weiter nach oben ...
Avatar #110206
kairoprax
am Sonntag, 8. März 2015, 09:47

KV-Safenet und Telematik scheitern am simplen Marktgesetz


Ein Markt wird geregelt von Angebot und Nachfrage.
Ein Produkt muß einen erkennbaren Vorteil haben - so war es bei den Handys - oder eine hohe Attraktivität - so ist es bei den i-Phones.
Wenn heute jemand einen elektronischen Arztbrief verschicken will, kann er das sicher und schnell via Internet (Flatrate) und Tablet, er kann die Post verschlüsseln und er kann sie signieren.
So.
Was kann Telematik?
Telematik kann der Ärzteschaft bislang nur Jahr für Jahr zweistellige Millionenbeträge abfordern.
Aber wo ist der Nutzen, jenseits dessen, was die IT-Welt längst schon bietet?
Und was kann Safenet?
Die Abrechnung via Safenet an die KV zu übermitteln dauert heute so lange und ist an dermaßen viele Einzelschritte gebunden, wie das Mitte der 80er Jahre mit Akkusitikopplern der Fall war.
Vielleicht sollte die Gematik und KV-Safenet einfach beendet werden, man sollte das Thema der Oberstufe eines mittleren Gynmasiums übergeben und einen Schulprersi ausloben für eine schbnelle und sichere Lösung.
Ich bin sicher, daß jede Computer-AG innerhalb eines Halbjahres eine um Längen bessere Lösung präsentieren würde als der Mist, der uns hier als Zukunft angepriesen wird.
LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2019
Berlin – Krankenkassen müssen Arbeitgebern die Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (AU) eines Versicherten ab 2021 digital bereitstellen. Dennoch sollen Ärzte ihren Patienten weiterhin einen
KBV weiterhin gegen Papierausdruck bei AU-Bescheinigungen
18. Oktober 2019
Hannover – Rund 1,2 Millionen Euro hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) im 1. und 2. Quartal des laufenden Jahres von Verweigerern der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) einbehalten. Das
Honorare wurden TI-Verweigerern in Niedersachsen um 1,2 Millionen Euro gekürzt
17. Oktober 2019
Berlin – Vor allem die digitalen Gesundheitsanwendungen und deren Implementierung in die Routineversorgung, aber auch die geplanten Regelungen zur Datentransparenz und damit verbundene Fragen zum
Digitale-Versorgung-Gesetz: Experten sehen noch Nachbesserungsbedarf
17. Oktober 2019
Berlin – In der vom Bun­des­for­schungs­minis­terium (BMBF) initiierten Medizininformatik-Initiative (MII) arbeiten die in vier großen Konsortien zusammengeschlossenen Standorte der Universitätsmedizin
„Wir brauchen Standardisierung und Datenqualität“
17. Oktober 2019
Berlin – Die Digitalisierung habe perspektivisch das Potenzial, Prozesse und auch grundlegende Prinzipien der gesundheitlichen Versorgung zu verändern und infrage zu stellen. Das hat Klaus Reinhardt,
Digitale Medizin: Vertrauen in neue Strukturen und Abläufe schaffen
17. Oktober 2019
Frankfurt – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann dabei helfen, die Gesundheit der Menschen zu stärken, die Krankenversorgung zu verbessern und das medizinische Fachpersonal zu entlasten. Das
LÄK Hessen: Digitalisierung kein Ersatz für fehlende Ärzte
17. Oktober 2019
Spiegelberg – Weil seit langem kein Hausarzt für Spiegelberg im Rems-Murr-Kreis gefunden werden konnte, wird dort nun ein neues Modell erprobt: In der „Ohne-Arzt-Praxis“ sollen sich Patienten künftig
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER