NewsÄrzteschaft„Es wird kein Neben­einander von KV-Safenet und Telematik­infrastruktur geben“
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Ärzteschaft

„Es wird kein Neben­einander von KV-Safenet und Telematik­infrastruktur geben“

Freitag, 6. März 2015

Berlin - Kurz bevor die Telematikinfrastruktur (TI) im Echtbetrieb erprobt werden soll, hat Thomas Kriedel darauf hingewiesen, dass es kein paralleles Nebeneinander von KV-Safenet und Telematikinfrastruktur geben wird. „Zurzeit gibt es nur das KV-Safenet. Wenn die Telematikinfrastruktur einmal steht, dann wird das KV-Safenet in die TI überführt“, sagte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der gematik gestern auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommu­nikation und neue Medien (Bitkom) in Berlin. 

„Manche Ärzte fragen, ob das KV-Safenet eine Investitionsruine sei und ob sie mit Investitionen warten sollten, bis die Telematikinfrastruktur stehe“, so Kriedel weiter. „Wir sagen: Nein. Wenn es für Sie sinnvoll ist, gehen Sie in KV-Safenet und nutzen Sie die elektronische Arztbriefanbindung.“ Wenn die TI komme, werde idealerweise nur der Router in der Arztpraxis ausgetauscht, und die Ärzte merkten überhaupt nichts davon. Das sei dann so, als wechsle man den Telefonanbieter. 

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Im Herbst dieses Jahres soll nach Aussagen der verantwortlichen Betreibergesellschaft gematik die Telematikinfrastruktur im Echtbetrieb erprobt werden. In einem ersten Test, den die beauftragten Industriepartner zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse im Dezember vergangenen Jahres durchgeführt haben, konnte der Versicherten­stammdatensatz online überprüft und erfolgreich aktualisiert werden. © fos/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #672734
isnydoc
am Freitag, 13. März 2015, 21:43

Haben wir denn ein Marktgeschehen in der SGB V - Gesundheitswelt?

Da liegt doch wohl die entscheidende Frage - Planwirtschaft pur prägt das deutsche Gesundheitswesen und ihre Funktionäre, die damit gut zu leben wissen. Die Vorstandsvergütungen bei den KV-en bewegen sich stets weiter nach oben ...
Avatar #110206
kairoprax
am Sonntag, 8. März 2015, 09:47

KV-Safenet und Telematik scheitern am simplen Marktgesetz


Ein Markt wird geregelt von Angebot und Nachfrage.
Ein Produkt muß einen erkennbaren Vorteil haben - so war es bei den Handys - oder eine hohe Attraktivität - so ist es bei den i-Phones.
Wenn heute jemand einen elektronischen Arztbrief verschicken will, kann er das sicher und schnell via Internet (Flatrate) und Tablet, er kann die Post verschlüsseln und er kann sie signieren.
So.
Was kann Telematik?
Telematik kann der Ärzteschaft bislang nur Jahr für Jahr zweistellige Millionenbeträge abfordern.
Aber wo ist der Nutzen, jenseits dessen, was die IT-Welt längst schon bietet?
Und was kann Safenet?
Die Abrechnung via Safenet an die KV zu übermitteln dauert heute so lange und ist an dermaßen viele Einzelschritte gebunden, wie das Mitte der 80er Jahre mit Akkusitikopplern der Fall war.
Vielleicht sollte die Gematik und KV-Safenet einfach beendet werden, man sollte das Thema der Oberstufe eines mittleren Gynmasiums übergeben und einen Schulprersi ausloben für eine schbnelle und sichere Lösung.
Ich bin sicher, daß jede Computer-AG innerhalb eines Halbjahres eine um Längen bessere Lösung präsentieren würde als der Mist, der uns hier als Zukunft angepriesen wird.
LNS
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