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Ärzteschaft

Kinderärzte fordern Kinderbeauftragten

Freitag, 6. März 2015

Weimar – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert einen vom Bundestag eingesetzten Kinderbeauftragten. Die Rechte von Kindern müssten stärker als bislang bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden, sagte Verbands­präsident Wolfram Hartmann am Freitag in Weimar. Der Verband spricht sich seit Jahren - bislang erfolglos - dafür aus, Kinderrechte ausdrücklich im Grundgesetz zu verankern. In Weimar treffen sich bis Sonntag etwa 500 Kinder- und Jugendmediziner aus  Deutschland.

Impfschutz muss ein Kindergrundrecht sein
Zu den Kindergrundrechten gehört aus Sicht des Verbandes auch ein umfassender Impfschutz für Kinder und Jugendliche. Der jüngste Ausbruch von Masern in Berlin zeige, dass Deutschland weit von dem Ziel entfernt sei, die Krankheit wirklich auszurotten, sagte Hartmann. Allein in Berlin sind seit Beginn der Masernwelle im Oktober 724 Menschen erkrankt, ein Kleinkind starb an der hochansteckenden Krankheit. Fast 90 Prozent von rund 630 befragten Kranken hatten keinen Impfschutz.

Warnnung vor synthetischen Drogen
Zum Kongressauftakt warnten die Ärzte vor Modedrogen, die von Jugendlichen üblichweise über das Internet beschafft werden. In den vergangenen zehn Jahren seien mehr als 300 neue synthetische Substanzen auf den Markt gekommen. Teilweise seien diese nicht verboten. Solche etwa als Kräutermischung getarnten «Legal Highs» seien nicht als Drogen erkennbar, aber genauso gesundheitsschädlich, sagte Ralf Wischnewski von der Drogenhilfe Köln. © dpa/aerzteblatt.de

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