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Ärzteschaft

Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung: Was Schwerpunkt­internisten wissen müssen

Freitag, 6. März 2015

Berlin – Fachinternisten mit Schwerpunkt erhalten die Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung immer dann, wenn sie in einem Behandlungsfall ausschließlich die Grundpauschale abrechnen. Das gilt auch für Internisten in Berufsausübungsgemeinschaften. Darauf weist die Kassenärztlche Bundesvereinigung (KBV) hin.

Neben der Grundpauschale des internistischen Schwerpunktes dürfen in einem Behandlungsfall lediglich noch der Laborwirtschaftlichkeitsbonus (GOP 32001) sowie Kostenpauschalen für die Erstattung von Porto und Kopien auf der Abrechnung stehen. Jede weitere Leistung führt zum Ausschluss der Pauschale für die fachärztliche Grund­versorgung (PFG), so die KBV. Der Grund ist, dass alle weiteren Leistungen im Bereich der schwerpunktinternistischen Versorgung nicht zur Grundversorgung gehören.

Besonderheit in Berufsausübungsgemeinschaften
Diese Regelung gilt auch für Berufsausübungsgemeinschaften, in denen Facharzt­internisten mit unterschiedlichen Schwerpunkten tätig sind. Auch dort wird die PFG einmal im Behandlungsfall gezahlt, wenn nur einer der beiden Fachärzte eine internis­tische Grundversorgerleistung durchführt und ausschließlich die Grundpauschale seines Schwerpunkts abrechnet.

Sobald ein anderer Facharztinternist in derselben Praxis für denselben Patienten im Quartal ebenfalls die Grundpauschale oder eine weitere Leistung abrechnet, entfällt die PFG. Das heißt, die Praxis bekommt für diesen Patienten keine PFG.

Ähnlich verhält es sich in fachübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaften, in denen zum Beispiel ein Facharztinternist mit Schwerpunkt Kardiologie und ein Chirurg zusammenarbeiten. Auch dort erhält der Schwerpunktinternist die PFG einmal im Behandlungsfall, wenn ausschließlich er seine Grundpauschale abrechnet und ansonsten keine weiteren Leistungen.

Gleiche internistische Grundausbildung
Die Festlegung wurde getroffen, da Schwerpunktinternisten die gleiche internistische Grundausbildung im Bereich Innere Medizin haben. Von daher besteht kein medizinischer Grund, einen weiteren Schwerpunktinternisten der Praxis einzubinden, wenn es um eine internistische Grundversorgung geht. Sollte ein weiterer Arzt hinzugezogen werden müssen, handelt es sich hingegen meist um eine spezielle Fragestellung. In diesem Fällen wird die PFG nicht gezahlt.

PFG seit Januar auch für Schwerpunktinternisten
Die Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung wurde im Herbst 2013 eingeführt. Seit Januar 2015 erhalten auch Internisten mit Schwerpunkt die PFG einmal im Behandlungsfall, wenn sie ausschließlich grundversorgend tätig sind. Die Pauschale der Schwerpunktinternisten ist mit 41 Punkten bewertet, der extrabudgetäre Zuschlag mit 11 Punkten. © EB/aerzteblatt.de

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