NewsVermischtesWeit über Hälfte der Masernfälle treffen Jugendliche und Erwachsene
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Weit über Hälfte der Masernfälle treffen Jugendliche und Erwachsene

Montag, 9. März 2015

Berlin – Masern sind keine reine Kinderkrankheit - das bestätigen aktuelle Zahlen des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI): Weit über die Hälfte aller Masernfälle betreffen Jugendliche und Erwachsene, wie aus dem am Montag veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin des RKI hervorgeht. Von den 444 im vergangenen Jahr an Masern Erkrankten waren 63 Prozent über zehn Jahre alt. In 59 Fällen waren die Erkrankten zwischen 15 und 19 Jahre. In 17 Fällen waren die Patienten bereits über 45 Jahre. Auch für 2015 ergibt sich laut RKI ein „ähnliches Bild”.

In den vergangenen Wochen hatte eine in Berlin grassierende Masernwelle für Schlagzeilen gesorgt. Seit dem Ausbruch im Oktober erkrankten in der Hauptstadt mehr als 700 Menschen; ein anderthalbjähriges Kleinkind starb infolge einer der Infektion.

Laut RKI wurden neben der Berliner Masernwelle in diesem Jahr bereits 30 weitere Ausbrüche in elf anderen Bundesländern gemeldet. Ein Ausbruch bedeutet, dass mehrere Fälle im Zusammenhang stehen. Bis Mitte Februar waren demnach lediglich aus Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland noch keine Masernfälle bekannt.

Anzeige

In der Debatte um die wiederholten Masernausbrüche in Deutschland weisen Experten seit langem darauf hin, dass Masern keine reine „Kinderkrankheit" sind. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb auch allen Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und nicht oder in der Kindheit nur einmal gegen Masern geimpft wurden, eine Schutzimpfung. In diesen Fällen übernehmen die gesetzlichen Kassen in jedem Fall die Kosten. Aber auch die vor 1970 Geborenen sollten ihren Impfstatus kontrollieren; manche Kassen übernehmen dann ebenfalls die Kosten. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #612077
EEBO
am Samstag, 14. März 2015, 17:26

Soso

Also hat cucumber etwas Privatrecherche getrieben. Mehr würde mich die angebliche Privatmitteilung aus der Charité interessieren, die laut Ehgartner, diesem Helden des objektiven Journalismus, wohl vorliegen soll. Eine "offizielle" Charité-Verlautbarung gibt es nicht hierzu, wohl aber die des LaGeSo als Herrin des Verfahrens:
http://www.berlin.de/sen/gessoz/presse/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung.268444.php
Natürlich handelt es sich hierbei um eine öffentliche, mithin böse-böse Einrichtung, der nicht zu trauen ist. Um die in Berlin massiv gestiegenen Masernzahlen läßt sich aber trotzdem nicht herumreden!
Avatar #687531
cucumber
am Freitag, 13. März 2015, 21:36

@ T.G. Schaetzler

Tja, DAS verschweigen leider die Medien und auch die beteiligten Mediziner halten sich da zurueck.

Der Pressesprecher Dolderer hat es gesagt. Wohlweisslich hat man nun wohl google angeschrieben und das Zitat entfernen lassen.

Deshalb leider nur eine eher impfkritische Seite: http://ehgartner.blogspot.de/2015_02_01_archive.html

Ausserdem gibt es mehrere Muetter aus dem Kita Umkreis des Kindes, welche wussten, dass er einmal gegen Masern geimpft war.
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 11. März 2015, 10:01

@ cucumber; Gurken-Kommentar?

Was für eine "Gurken"-Meldung: "Herzfehler bei gestorbenen Jungen! warum wird nie erwaehnt, dass der Junge einen Herzfehler hatte und gegen 1x gegen Masern geimpft war?"

Quellenangabe??? - Fehlanzeige!
Man könnte meinen, eine "Saure Gurke" wäre dabei gewesen, als Alles passierte. MfG
Avatar #696980
Marco Vogt
am Dienstag, 10. März 2015, 14:09

Zwei Anmerkungen

Ich habe zum Artikel zwei Anmerkungen:

1. Als Privatpatient nützt mir der Hinweis darauf, dass die Gesetzlichen Krankenkassen die Impfungen übernehmen wenig. Sicher, auf das Geld für die Impfung kommt es mir nicht an, aber vom Ärzteblatt erwarte ich keine einseitige Information nur für GKV Versicherte.

2. Eine Impfung ist sicherlich nicht schlecht, trotzdem habe ich mich als 1973 geborener PKV Patient erstmal für eine Impftiterbestimmung von Masern, Mumps und Röteln entschieden. Masern hatte ich definitiv als Kind. Mumps und Röteln nicht.Dennoch lag mein Titer bei einem sehr hohen Wert, bei dem von ausreichender Immunität auszugehen ist und der selbst mit einer Impfung selten erreicht wird. Wozu dann noch impfen lassen?

Warum wird nicht die Impftiterbestimmung empfohlen? Weil sie die GKV Kassen nicht zahlen?
Avatar #110206
kairoprax
am Dienstag, 10. März 2015, 11:48

starb das Kind an Masern?


Von der medizinischen und der profanen Regenbogenpresse erwarte ich nicht mehr, daß sie sauber recherchiert und zutreffend berichtet. Aber von dem Deutschen Ärzteblatt hätte ich gerne ein Dossier darüber, woran das Kind in Berlin starb, das an angeblich oder bestätigt Masern erkrankt war.
Wir sind Ärzte.
Wir wissen sehr wohl zu unterscheiden zwischenTodesursachen und Krankheiten.
Avatar #687531
cucumber
am Dienstag, 10. März 2015, 10:58

Herzfehler bei gestorbenen Jungen!

warum wird nie erwaehnt, dass der Junge einen Herzfehler hatte und gegen 1x gegen Masern geimpft war?
LNS

Nachrichten zum Thema

19. Oktober 2020
Berlin – Seit der 15. Kalenderwoche sind in Deutschland keinen Maserninfektionen mehr an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet worden. Das geht aus aktuellen Daten des RKI hervor, die dem Deutschen
Keine Masernfälle seit Mitte April gemeldet
30. Juli 2020
Berlin – Wichtige Impfziele werden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei Kindern in Deutschland weiterhin verfehlt. Das RKI hat erstmals Daten zum Impfstatus aus den
Impfen: Ziele bei deutschen Kindern werden weiterhin verfehlt
28. Juli 2020
Bremen – Die Impflücken bei Masern in Bremen sind größer als gedacht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Datenanalyse der hkk Krankenkasse. Demnach sind nur 84 Prozent der Bremer Kita-Kinder, die zu
Masernschutz bei Bremer Kita-Kindern mangelhaft
15. Juni 2020
Berlin – Mehr als drei Monate nach Inkrafttreten der Masernimpfpflicht gehen Berliner Kinderärzte von einem „positiven Effekt“ für die Impfquoten aus. „Einige Eltern, die sich bisher gesträubt haben
Masern: Erste Erfahrungen mit Impfpflicht
22. Mai 2020
Berlin – Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind, können sich laut Kassenärztlicher
Krankenkassen zahlen zweimalige Masernimpfung bei Praxispersonal
18. Mai 2020
Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat zwei Eilanträge gegen die Masernimpflicht abgelehnt. Das geht aus einem heute veröffentlichten Beschluss zu Anträgen auf eine vorläufige
Bundesverfassungsgericht lehnt Eilanträge gegen Masernimpfpflicht ab
14. April 2020
Genf − Die Coronakrise könnte nach Ansicht der Masern- und Röteln-Initiative auch den Kampf gegen die Masern beeinflussen. Mehr als 117 Millionen Kinder in 37 Ländern könnten eine Impfung gegen
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER