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Arzt-zu-Arzt-Kommu­nikation: eArztbrief und Labordatentransfer im Fokus

Mittwoch, 11. März 2015

dpa

Berlin  – Um die Zukunft der elektronischen Kommunikation zwischen Ärzten und von Ärzten insbesondere zu Laboren, aber auch zu anderen Akteuren im Gesundheitswesen ging es beim 1. Partnermeeting der KV Telematik GmbH (KVTG) am 10. März im Haus der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV und Gesellschafter der KVTG, betonte zur Begrüßung: „Ärzte wollen die digitale Kommunikation. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, diese so zu gestalten, dass sie den Praxisalltag erleichtert.“ Gassen hob die unerwartet große Resonanz hervor, die der Aufruf nach teilnahmewilligen Praxisnetzen für die Erprobung des elektronischen Arztbriefes (eArztbrief) ausgelöst hat.

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„Mittlerweile haben sich rund 80 Arztnetze gemeldet, die bei dem Feldtest mitmachen wollen“, berichtete Gassen. Ziel der Feldtests ist es laut Gassner, dass der eArztbrief über den Kommunikationskanal KV-Connect ab 2016 in der breiten Ärzteschaft etabliert werden kann, weil dann die im E-Health-Gesetz vorgesehene finanzielle Förderung greift.

Besonders erfreulich ist aus Sicht der KBV zudem, dass der Referentenentwurf zum E-Health-Gesetz erstmals klar formuliere, „dass die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen nur dann zügig ausgebaut werden kann, wenn man auf vorhandenen Strukturen aufsetzt“, so Gassen. Das KV-System verfüge bereits über eine solche erfolgreich etablierte Infrastruktur. Eine Langfristperspektive der Fortentwicklung des KV-Safenets und entsprechender Dienste sei so gesichert.

Brückenfunktion der KVTG
„Die KVTG möchte die Brücke schlagen zwischen der KV-Welt und der Softwarewelt, um die ärztliche Arbeit zum Wohle des Patienten durch Telematik und interoperable Dienste zu unterstützen“, erklärte Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KVTG. Die KVTG arbeitet zusammen mit den Softwarehäusern und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) an Spezifikationen für Dienste, die im Rahmen des sicheren Netzes der KVen (SNK) den Ärzten zur Verfügung gestellt werden sollen. Dabei konzentriere sich das Unternehmen bei den Neuentwicklungen auf die Arzt-zu-Arzt-Kommunikation in Form des elektronischen Arztbriefes und des Labordatentransfers, so Fuhrmann.

So steht für den eArztbrief via KV-Connect als ein erstes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von KVTG, Softwareherstellern und KVen seit Herbst 2014 die entsprechende Spezifikation zur Implementierung in die Softwaresysteme bereit. Zur Qualitätssicherung bietet die KVTG hierfür seit Februar 2015 außerdem ein kostenfreies Prüfverfahren an. Der erste Anbieter hat das KV-Connect-Audit Anfang März bereits erfolgreich absolviert, weitere Anbieter haben ihre Teilnahme zugesagt.

LDT 3.0 verbessert Labordatenkommunikation
Ab Ende März wird zudem die neue Labordatenträgerschnittstelle LDT 3.0 in einer Betaversion auf der Website des Qualitätsrings Medizinischer Software (QMS; siehe www.qms-standards.de)  veröffentlicht. Final soll die Schnittstelle für elektronische Laboraufträge und Befunde im Juni verfügbar sein, ab September plane die KBV die Zertifizierung, kündigte Gilbert Mohr, KVTG, an. Die KBV will ihm zufolge den LDT 3.0 via KV-Connect als neuen Datenaustauschstandard bei der LDT-Zertifizierung festlegen.

„In Zukunft könnten Aufträge, Befunde, und sonstige Dokumente ohne Medienbruch digital übertragen und qualifiziert signiert werden“, erläuterte Bertram Bresser vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) die damit verbundenen Vorteile. In diesem Gebiet erhoffen sich sowohl Ärzte als auch Labore ein erhebliches Optimierungs­potenzial durch KV-Connect. © KBr/aerzteblatt.de

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