NewsVermischtesRitalin-Verschrei­bungen gehen zurück
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Ritalin-Verschrei­bungen gehen zurück

Mittwoch, 11. März 2015

Hamburg – Kinder und Jugendliche mit ADHS-Diagnose bekommen nach einer Auswertung der DAK weniger Psychostimulanzien verschrieben. Von 2011 bis 2013 gingen die Verordnungen für den Wirkstoff Methylphenidat (Ritalin) bei DAK-Versicherten zwischen 5 und 14 Jahren um 10 Prozent zurück, teilte die Krankenkasse gestern mit. Bundesweit litten nach Expertenschätzungen mehr als 325.000 Schüler unter Symp­tomen einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), hieß es von der DAK. 2013 hatten 2,5 Prozent aller DAK-versicherten Schüler zwischen 5 und 14 Jahren mindestens eine Verordnung für Ritalin, 2011 waren es noch 2,8 Prozent.

„Für den deutlichen Rückgang sind vermutlich die neuen Arzneimittelrichtlinien verantwortlich“, sagte DAK-Experte Jan Helfrich. Seit 2010 dürfen aufgrund dieser Änderungen nur noch Fachärzte aus den kinderärztlichen, psychiatrischen und neurologischen Fach­gebieten bei ADHS spezifische Arzneimittel verordnen. Folgeverordnungen durch andere Fachärzte sind nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Anzeige

Weltweit stieg der Gebrauch der Substanz Methylphenidat zwischen 2012 und 2013 um 66 Prozent, hatte erst kürzlich der UN-Drogenkontrollrat (INCB) berichtet. Dies könne unter anderem auf einen Mangel an genauen Verschreibungsrichtlinien zurückzuführen sein, hieß es. In den USA zum Beispiel sei inzwischen bei 11 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 4 und 17 Jahren ADHS diagnostiziert. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. August 2019
Frankfurt – Experten vom Universitätsklinikum Frankfurt, von ADHS Deutschland, der Ludwig- Maximilians-Universität München, dem Universitätsklinikum Bonn und dem LWL-Universitätsklinikum Bochum haben
Kritik an lückenhafter Versorgung von Erwachsenen mit ADHS
14. August 2019
Amsterdam – Die Behandlung mit Methylphenidat, dem Standardmedikament für die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, hat in einer randomisierten kontrollierten Studie in Radiology (2019;
ADHS: Verändert Methylphenidat die Hirnentwicklung von Kindern?
8. August 2019
Stockholm – Menschen mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS haben im Verlauf ihres Lebens ein erhöhtes Risiko, auf nicht natürliche Weise zu sterben. Besonders gefährdet sind nach
Erhöhtes Sterberisiko bei ADHS durch Suizide, Unfälle und andere Verletzungen
1. August 2019
Berlin – In Berlin bekommen nach einer Analyse der Techniker Krankenkasse (TK) immer mehr Erwachsene Medikamente gegen die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) verordnet. Die Zahl
Mehr Erwachsene in Berlin erhalten Medikamente gegen ADHS
25. Juli 2019
Düsseldorf – Die Zahl der Kinder mit diagnostizierten Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist nach einem Höchststand im Jahr 2014 offenbar wieder rückläufig. Nach einer Erhebung der
Zahl der ADHS-Diagnosen laut AOK-Statistik leicht rückläufig
21. Mai 2019
Philadelphia – Jugendliche mit der Aufmerksamkeits-Defizit- Hyperaktivitäts-Störung ADHS haben in den ersten Jahren als Autofahrer ein erhöhtes Unfallrisiko. Eine häufige Ursache ist nach einer Studie
Teenager mit ADHS häufiger an Autounfällen beteiligt
23. April 2019
Los Angeles – Die nächtliche elektrische Stimulation eines supraorbitalen Astes des Nervus trigeminus hat in einer randomisierten Studie im Journal of the American Academy of Child and Adolescent
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER