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Politik

Pflegebedürftige werden überwiegend zu Hause von Angehörigen versorgt

Donnerstag, 12. März 2015

Wiesbaden – Mehr als zwei Drittel der 2,63 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Von diesen 1,86 Millionen Betroffenen erhält nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die überwiegende Zahl ausschließlich Pflegegeld. Das bedeute, dass sich um 1,25 Millionen pflegebedürftige Menschen alleine die Angehörigen kümmern, teilte die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden in ihrer Statistik für das Jahr 2013 mit.

Weitere 616 000 Betroffene lebten ebenfalls zu Hause, bei ihnen erfolge die Versorgung jedoch zusammen oder vollständig durch ambulante Pflegedienste. In Pflegeheimen waren 764 000 Menschen im Jahr 2013 untergebracht, das waren 29 Prozent aller Pflegebedürftigen. 83 Prozent der Pflegebedürftigen waren nach Angaben des Bundesamtes über 65 Jahre und mehr als ein Drittel über 85 Jahre alt.

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Im Vergleich zum Jahr 2011 erhöhte sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland um fünf Prozent. Dieser Anstieg sei vor allem auf die älter werdende Bevölkerung zurückzuführen, erklärte ein Sprecher der Behörde. Beim Pflegegeldbezug habe es ein Plus von 5,4 und bei der Zahl der Betroffenen, die durch ambulante Dienste betreut wurden, von 6,9 Prozent gegeben. Die Statistik wird alle zwei Jahre erhoben.

„Der größte Pflegedienst in Deutschland ist die Familie”, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, zu der Entwicklung. „Die Tendenz hält an, bis zuletzt zu Hause zu bleiben. Selbst wenn dort nicht alles perfekt ist - man ist daheim.” Bei der Weiterentwicklung der Pflegeversicherung habe es die Bundesregierung jedoch nicht erreicht, diesen Trend zu berücksichtigen. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #92214
H.-D. Falkenberg
am Dienstag, 17. März 2015, 12:38

Pflegebedürftige werden überwiegend zuhause.........................

Ich finde es äußerst bedauerlich, dass lt. Aussage von Herrn Brysch, Vorstand Deutsche Stiftung Patientenschutz, die Bundesregierung den Trend zur Pflege "zuhause" noch nicht erkannt haben soll. Dieser Wunsch besteht schon seit Einführung der Pflegeversicherung, ihrem wurde auch in den diversen Änderungsgesetzen z.T. entsprochen. Es fehlt jedoch eine Aufklärungskampagne in der Bevöllkerung darüber, welche Möglichkeiten der Pflege und Betreuung im Angebot sind und welche Form für den potenziellen Nutzer adäquat und finanzbar ist. Ob Ärzteschaft, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Sanitätshäuser, Institute und Vereine, die die alternde Bevölkerung in ihrem Fokus haben, Apotheken, Drogerien, Therapeuten, alle diese Anbieter von Dienstleistungen müssen Multiplikatoren sein (werden). Jede weitere Verzögerung der Aufklärung führt zu einer Erhöhung des Beitrages zur Pflegeversicherung.
LNS

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