Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Robert Koch-Institut fordert mehr Unterstützung im Kampf gegen Tuberkulose

Freitag, 13. März 2015

Berlin – Im Vorfeld des Welttuberkulosetages am 24. März hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine Intensivierung der Tuberkulosebekämpfung angemahnt. Die Weltgesund­heitsorganisation (WHO) strebt die vollständige Eliminierung der Krankheit an, in Deutschland stagniert die Zahl der Tuberkulosen jedoch seit einigen Jahren.

Die „End TB-Strategie“ der WHO zielt darauf ab, in Niedriginzidenzländern wie Deutschland bis 2050 die Erkrankungen auf weniger als einen Patienten pro einer Million Einwohner zu reduzieren. Hierfür müsste die Tuberkulose-Inzidenz bundesweit mehr als zehn Prozent sinken. Zur Zeit stagnieren hierzulande jedoch die Erkrankungszahlen. Laut RKI kamen in den Jahren 2011 bis 2013 auf 100.000 Einwohner im Schnitt rund fünf Tuberkulosefälle, der Anteil der multiresistenten Tuberkulosen stieg 2013 sogar um rund 1,3 Punkte auf 3,4 Prozent.

Angesichts steigender Medikamentenresistenzen, Begleiterkrankungen wie HIV und Hepatitis sowie oftmals schwieriger sozialer Rahmenbedingungen gestaltet sich die medizinische Versorgung von Tuberkulosepatienten zudem zunehmend aufwendig. Vor diesem Hintergrund fordert das RKI eine bessere Unterstützung der Gesundheitsämter, die durch die Erfassung und Übermittlung der Meldedaten einen wesentlichen Beitrag zur Tuberkulosekontrolle leisten.

Gleichzeitig fördern die von den Ämtern durchgeführten  Umgebungsuntersuchungen die rasche Unterbrechung von Infektionsketten. „Dafür müssen sie aber ausreichend personell und finanziell ausgestattet sein“, unterstrich RKI-Präsident Lothar Wieler im Rahmen einer gemeinsamen Tagung des Forschungszentrums Borstel, des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose und des RKI.

Auch der engen Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten medizinischen Einrichtungen und Gesundheitsämtern sowie Informations- und Unterstützungs­angeboten für Patienten komme im Kampf gegen die Krankheit eine zentrale Bedeutung zu. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

20.04.17
Berlin – Multiresistente (MDR-TB) und extensiv resistente (XDR-TB) Tuberkulosen stellen der Bundesregierung zufolge „eine besondere Herausforderung“ dar. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf......
28.03.17
NanoDisk-Test unterscheidet schnell aktive von latenter Tuberkulose
Arizona – Ein neuer NanoDisk-MS assay, der Blutproben untersucht, misst innerhalb einiger Stunden, ob eine aktive Tuberkulose (TB) vorliegt. Forscher der Arizona State University verkünden, dass der......
24.03.17
Welttuberkulosetag: WHO fordert mehr Rechte für Patienten am Rande der Gesellschaft
Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Tuberkulose-Epidemie bis zum Jahr 2035 weitgehend beenden. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn die Menschen am Rand der Gesellschaft erreicht......
24.03.17
Erfurt – Das Land Thüringen und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) suchen nach weiteren Einsatzmöglichkeiten für den Röntgenbus, der vor Jahresfrist für Tuberkulose-Untersuchungen von Flüchtlingen......
17.03.17
Berlin – In Deutschland wurde im letzten Jahr bei 5.915 Menschen eine Tuberkulose neu diagnostiziert. Bei 125 Patienten lag eine multiresistente Form der Erkrankung vor. Insgesamt 105 Patienten sind......
28.02.17
München – Ethambutol gehört seit Langem zur Standardtherapie gegen Tuberkulose (TB). Das Mittel wirkt bakteriostatisch, tötet die Zellen aber nicht ab. Eine Arbeitsgruppe um Marc Bramkamp,......
20.01.17
Kapstadt/Atlanta – Die extrem arzneimittelresistente Tuberkulose (XDR-Tb) ist in Südafrika nicht nur Folge einer gescheiterten Therapie. Die meisten Erkrankungen sind laut einer Studie im New England......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige