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Medizin

Ein-Jahres-Mor­talität nach TAVI bei 23,7 Prozent

Freitag, 13. März 2015

Rochester, Minnesota – Nach Transkatheter-Aortenklappen-Ersatz (TAVI) liegt die Ein-Jahres-Mortalität bei 23,7 und die Schlaganfallrate bei 4,1 Prozent. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um David Holmes, interventioneller Kardiologe der Mayo-Klinik, in einer aktuellen Studie im Journal of the American Medical Association (DOI: 10.1001/jama.2015.1474).

„TAVI hat die Behandlung für Patienten gewandelt, die eine neue Klappe benötigen und ein hohes OP-Risiko haben oder inoperabel sind. Aber bisher hatten wir keine aus­reichen­den Langzeit-Daten für diese Patientengruppe zu dieser Prozedur“, erklärt Leitautor Holmes. Die neuen Daten seien ein Meilenstein und würden helfen, Patienten besser zu beraten.

Die Forscher werteten Daten von 12.182 Patienten des Transcatheter Valve Therapies Registry aus, dass die Society of Thoracic Surgeons and the American College of Cardiology entwickelt hat, und kombinierten sie mit Daten des Centers for Medicare and Medicaid Services administrative claims. Sie berücksichtigten Patienten, die von November 2011 bis Juni 2013 eine TAVI in den Vereinigten Staaten erhalten hatten, und verfolgten die Befunde für ein Jahr nach dem Eingriff. Als eine Schwäche der Studie beschreiben die Autoren, dass eine vergleichbare Patientengruppe fehlt, die eine konventionelle chirurgische Therapie erhielt.

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Die Patienten waren im Median 84 Jahre alt, 52 Prozent waren Frauen. Bei 59,8 Prozent der Patienten erfolgte die Entlassung nach Hause. Die 30-Tages-Mortalität betrug sieben Prozent. Vier Prozent der Überlebenden wurden einmal rehospitalisiert, 12,5 Prozent zweimal. Signifikant assoziiert mit der Ein-Jahres-Mortalität waren hohes Alter, männ­liches Geschlecht, terminale Niereninsuffizienz, schwere COPD, nicht-transfe­moraler Zugang, erhöhtes OP Risiko nach dem STS Predicted Risk of Operative Mortality (STS PROM) und präoperatives Vorhofflimmern oder -flattern.

Die TAVI erhielt 2011 die Zulassung durch die U.S. Food and Drug Administration. Sie werde mit zunehmender Häufigkeit zur Behandlung der schweren Aortenklappenstenose bei Patienten angewendet, bei denen ein chirurgischer Aortenklappenersatz mit hohem Risiko behaftet oder unmöglich sei, so Holmes.

Bei der Methode erfolgt der Zugang zum Herzen minimal-invasiv über ein Blutgefäß am Bein oder seltener über eine Inzision des Brustkorbs von der Herzspitze her. © hil/aerzteblatt.de

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