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Ärzteschaft

Ärztekammer bereitet ausländische Ärzte auf Kenntnisprüfung vor

Montag, 16. März 2015

Stuttgart – 17 ausländische Ärzte haben den ersten achtmonatigen Kurs der Bezirks­ärzte­kammer Nordwürttemberg zur Vorbereitung auf die sogenannte Kenntnisprüfung erfolgreich durchlaufen und jetzt ihre deutsche Approbationsurkunde erhalten. Darauf hat die Ärztekammer Baden-Württemberg hingewiesen.

Arztdiplome müssen in Deutschland zunächst von der Approbationsbehörde auf Gleichwertigkeit geprüft werden. Stellt die Behörde wesentliche Unterschiede zwischen der ärztlichen Ausbildung des Herkunftslandes und der ärztlichen Ausbildung in Deutschland fest, kann sie vom Arzt eine Kenntnisprüfung verlangen. Dies war bei den jetzt approbierten Ärzten aus Russland, Syrien, Rumänien, Griechenland, Slowenien oder El Salvador der Fall.

In der Kenntnisprüfung muss der ausländische Arzt nachweisen, dass er über das gleiche Wissen verfügt, das von einheimischen Absolventen medizinischer Hochschulen verlangt wird. Die Schwerpunkte liegen auf den Fächern Innere Medizin und Chirurgie sowie Notfallmedizin, klinische Pharmakologie und Pharmakotherapie, bildgebende Verfahren und Strahlenschutz sowie Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung. Die Prüfung selbst ist ein mündlich-praktisches Examen mit Patientenvorstellung und dauert zwischen 60 und 90 Minuten. Sie kann maximal zwei Mal wiederholt werden.

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Die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg hat zusammen mit dem „IQ Netzwerk Baden-Württemberg“ im vergangenen Jahr erstmals einen Kurs zur Vorbereitung angeboten. Er umfasste 320 Unterrichtseinheiten Unterricht in der deutschen medizinischen Terminologie, 440 Unterrichtseinheiten medizinische Theorie sowie ein 13-wöchiges Praktikum. Das Programm finanzierten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit.

„Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Approbationsurkunden den sichtlich gerührten Absolventen überreicht“, berichtet die Ärztekammer in ihrem Newsletter.

Die Kammer werde auch weiterhin ausländische Ärzte dabei unterstützen, die deutsche Approbation zu erhalten. Die entsprechenden Folgekurse zum jetzt abgeschlossenen Pilotprojekt haben bereits begonnen. © hil/aerzteblatt.de

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