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Medizin

Antikörpertherapie lindert in Vorstudie Psoriasis

Dienstag, 17. März 2015

New York – Bereits eine einzige Behandlung mit einem speziellen Antikörper hat in einer klinischen Studie eine deutliche Verbesserung von Psoriasis-Symptomen gezeigt. Wissen­schaftler um James Krueger an der Rockefeller University und sieben weiteren Behandlungszentren berichten über die vielversprechenden Ergebnisse im Journal of Allergy and Clinical Immunology (http://dx.doi.org/10.1016/j.jaci.2015.01.018). 

Die Schuppenflechte führt zu der Bildung großer schuppender Plaques auf der Haut. In einigen Fällen zeigt sich auch eine Beteiligung von Gelenken und inneren Organen. Diese Patienten benötigen nicht selten systemische Therapien mit Immunsupressiva und Biologicals. Diese Therapien sind jedoch durch die Nebenwirkungen nicht für alle Patienten gut verträglich und wenig spezifisch.

Der von den Wissenschaftler getestete Antikörper „BI 655066“ blockiert zielgerichtet eine Untereinheit des Interleukins-23, welches in der Entwicklung der Psoriasis eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Die Arbeitsgruppe hatte dieses Interleukin in Vorstudien als wichtigen Trigger für die fehlgeleitete Immunantwort identifiziert.

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Die Forscher führten ihre Studie mit 31 Patienten, denen sie den Antikörper intravenös oder subkutan applizierten, und neun Kontrollpersonen, die ein Scheinmedikament erhielten, durch. Die Arbeitsgruppe testete verschiedene Dosierungen des Medikaments und kontrollierte den Behandlungserfolg anhand des „Psoriasis Area and Severity Index“ (PASI), der die Ausdehnung und Schwere der Erkrankung beschreibt. Die Wissenschaftler beobachteten die Teilnehmer bis mindestens sechs Wochen nach der Behandlung.

Von den behandelten Patienten erreichten 87 Prozent eine Reduktion der Psoriasis um 12,75 Prozent, 58 Prozent erreichten eine Reduktion um mindestens 90 Prozent und bei 16 Prozent verschwand die Psoriasis sogar vollständig. Auch nach Behandlungsende hielt das Ergebnis nachhaltig. Das längste Ansprechen nach der einmaligen Therapie betrug 66 Wochen.

Die Arbeitsgruppe verglich bei den Patienten die Genexpressionsprofile in den sanierten Hautstellen mit gesunden Hautarealen. Gene, die durch die Interleukin-Kaskade in den vormals geschädigten Hautstellen aktiviert waren, wurden durch die Behandlung ausgeschaltet. Die Forscher konnten eine eindeutige Korrelation zwischen den molekularen Änderungen und der Ausheilung der Psoriasis nachweisen.

Die Phase-I-Studie zeige gute Ansprechraten auf die Therapie, so die Wissenschaftler. Für die klinische Anwendung müsse der Antikörper nun in weiteren Studien geprüft werden.

© rme/aerzteblatt.de

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