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Politik

Krankenhaus­schließungen würden vor allem in ländlichen Regionen die Anreisen verlängern

Mittwoch, 18. März 2015

Berlin – Würde für die gut 11.000 Gemeinden in Deutschland das jeweils nächst­gelegene Krankenhaus der Grundversorgung schließen, würde sich die Anfahrt mit dem Auto von durchschnittlich sieben auf etwa 13 Minuten verlängern. Das hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) errechnet.

Regional sind die Unterschiede dabei jedoch groß. Während die Fahrtzeit in Flensburg von zwei auf drei Minuten steigen würde, wenn das nächstgelegene Krankenhaus schlösse, würde sich die Fahrtzeit im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel von zwei auf 31 Minuten verlängern und im sachsen-anhaltinischen Nordhausen von vier auf 25 Minuten.

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„Die räumlichen Auswirkungen auf die Erreichbarkeit wären dort besonders spürbar, wo das Standortnetz bereits stark ausgedünnt ist, etwa in Teilen Brandenburgs sowie in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern“, schreibt insofern das BBSR. Denn dort seien die Alternativstandorte umso weiter entfernt.

Im Durchschnitt können 88 Prozent der Bundesbürger das nächste Krankenhaus von ihrem Wohnort aus innerhalb von 15 Minuten mit dem Auto erreichen; vier Prozent benötigen mehr als 20 Minuten. Würde das nächstgelegene Krankenhaus schließen, hätten etwa 23 Prozent der Bevölkerung einen Weg von mehr als 20 Minuten zurückzulegen und rund drei Prozent einen Weg von mehr als 30 Minuten. © fos/aerzteblatt.de

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